Vasvármegye Hivatalos Lapja, 1920. január-december (18. évfolyam, 1-53. szám)

1920-04-29 / 18. szám

— 134 mérgezéshez a belügyminiszter 16086—900. sz, rendeletére való hivatkozással hatósági engedély szükséges, továbbá 5—6 kilométeres körzetben a lakosság is értesítendő hirdetméuy, vagy kido- bolás utján. A szerzendő tapasztalatok tudatását kéri a Magyar Állami Madártani Intézet (Buda­pest, II. kér., Debrőt út 15.) hogy azokat fel dolgozva, saját észleteivel együtt, a Vadászlap­ban közreadhassa. 5364 — 1920. szám. TÁRGY: Szürke varjak és szarkák irtása. Valamennyi főszolgabíró és polgármester urnák! (Kőnyomatos példányokban is kiadatott.) Tudó más vétel, közhirrététel és megfelelő el­járás foganatosítása végett kiadom. Szombathely, 1920. márc. 31. HORVÁTH ANDOR s. k., járási főszolgabíró, a kér. kormánybiztos által kirendelt h. alispán. Abschrift. Ungarischer AckerbauministerZ. 5049 —II13. An sämtliche Munizipien. Dem Wildbestand Un­garns droht infolge des mehrjährigen Krieges, dann infolge der nach Beendigung des Krieges eingetretenen Wirren bezw. durch die ungezü­gelte Massenschiesserei der die Wirren aus nützenden unverantwortlichen Elemente die Ge­fahr der gänzlichen Ausrottung. Nebst obigem ist eine Grundursache der sukzessiven Ausrot­tung des Niederwildbestandes die masslose Ver­mehrung der Raben und der Elstern. Es ist zum Zwecke der Ergänzung und Wiederher­stellung unseres einst berühmten Wildbestandes unbedingt notwendig, dieses schädliche Flug­wild auf jede mögliche Weise zu vertilgen. Laut langjährigen Erfahrungen der Fachmänner kaim die Vertilgung derselben am zweckmiissig- sten nach der vom Staatlichen Ornithologischen Institut verfassten Anleitung über die Anwen­dung von in Kunstnestern untergebracbten Lock­speisen durchgeführt werden. Ich fordere P. T. mit Rücksicht auf den Papiermangel auf, Sorge zu tragen, dass die beigeschlossene Anleitung im Rahmen der durch P. T. zu erlassenden Ver­ordnung unverzüglich allen unterstellten Ver­waltungsbehörden mitgeteilt werde, und wolle P. T. sämtliche Verwaltungsorgane anweisen, dass sie sowohl die Eigentümer der (femeinde­jagdreviere als auch jene der Privatbesitze im wohlerwogenen eigeaem Interesse zur rück­sichtslosen Vertilgung der Raben und Elstern aneifern und die tatsächliche Durchführung der Vertilgung während der Brutzeit (Ende April, Monat Mai) des öfteren überwachen mögen. Schliesslich wird P. T. aufgefordert, die einge­reichten Ansuchen derjenigen, die Gift auszu­legen beabsichtigen, um Ausfolgung der Gift­lizenz ausser der Reihe und uuverzüglich erle­digen zu lassen. Diese Verordnung ist im Amts­blatte des Munizipiums zu veröffentlichen. Bu­dapest, am 5. März 1920. RUBINEK m. p. Zu Z. 5049. Anleitung zur frühjährlichen Vergiftung von Elstern und Raben. Wertloses zerkleinertes Fleisch (von Füchsen, Raben, Ein­geweide von Geflügel etc.) wird — auf das Ge­wicht von 7s kg. gerechnet — mit 3 Kaffeelöf­fel Phosphorsyrup vermengt in halbe Eierschalen gegeben. Hierauf verfertigen wir aus Heu, Stroh, trockenem Unkraut Kunstnester zwischen der Staat, an Grabenränderu, in den Höhlen alter Weiden, auf Torfhaufen, in Sträuchern u. s. w. In jedes Nest werden zwei halbe Eier hinein- gelegt, mit der Spitze nach aufwärts, damit der Regen dem Inhalt derselben nicht schaden könne. Die weitleuchtenden weissen Eier locken eine jede in Gesichtsbereich gelangende Elster und jeden Raben an und nachdem das Gift nicht sofort wirkt, so verenden die Nesträuber nicht in unmittelbarer Nähe und verscheuen ihre Genossen somit nicht von den übrigen Präpa­raten. Von 38 in einem 1500 Joch grossen Jagdrevier in Deutschland ausgestellten Kunst­nestern waren binnen einer Woche 33 ausge- plüadert, die verendeten Elstern und Raben la­gen überall umher, was zur Folge hatte, dass der Bestand an Rebhühnern, Fasanen, Hasen und Wildenten sich rapid vermehrte (s. „Wild und Hund,“ 1911. Seiten 322—23). Die Kunst­nester werden in der Abenddämerung ausgelegt, wenn die Rabenarten sich bereits zur Ruhe ge­setzt haben. Die Hauptzeit der Giftlegung ist der Monat April, und auch dann ist es am ratsamsten, kühle Tage auszuwählen, damit die Fülle der Eier nicht von der Zeit austrockne. Es ist nicht anzuraten, die verendeten Vögel nach Hause zu tragen, denn obzwar es nicht gelungen ist, in ihrem Fleische Phosphor nach-

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