Gábor Eszter: Die Andrássy Straße - Unser Budapest (Budapest, 2002)
■ Andrány út 126 — gegenwärtiger Zustand nungen, deren Schlafzimmer und Nebenräume in den neuen Flügel kamen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch dieses Gebäude — ähnlich zahlreicher anderer Villen in der Andrássy út — für Büros zugeteilt, der zunehmende Platzmangel dabei mehr und mehr durch An- und Umbauten ausgeglichen. Wer heute in den Hof der Villa geht, oder von der Rippl-Rónai utca her hineinblickt, findet sich einem geregelten dreistöckigen Wohnsiedlungsgebäude gegenüber. Wir können nur staunen, wozu die entschlossene Unwissenheit fähig ist! Hier kann das Original noch schwerer erkannt werden als beim Gebäude der russischen Botschaft, obwohl kaum äußere Mauern abgetragen wurden. An der anderen Ecke der Ripp-Rónai utca (Andrássy út 121) wird die einstige Édeskuthy-Villa, die ihre ursprüngliche Form am längsten bewahren konnte, gegenwärtig zu einem Bürohaus umgebaut. Ihr Erbauer, Lajos Édeskuthy (sein Monogramm ist auch heute noch an der Fassade in der Nebengasse zu sehen), war, ähnlich wie Andräs Saxlehner, Heilwasser-Vertreiber. Das von ihm vertriebene Mohai Ágnes Wasser war jedoch weniger populär als das Hunyadi János Bitterwasser, so reichte es statt eines dreistöckigen Palastmietshauses nur für 56