Gábor Eszter: Die Andrássy Straße - Unser Budapest (Budapest, 2002)
■ Fackh-Villa (Andrássy út 117) mit Bad und kleiner Kochnische. Sie unterschieden sich von den Garfonnieren dadurch, daß es eine zentrale Küche gab und die Mahlzeiten sogar aufs Zimmer serviert wurden (natürlich konnte man auch in dem im Haus befindlichen Restaurant speisen). Der über mehrere Geschosse gehenden Zentralhalle schlossen sich auf jedem Stockwerk Gesellschaftsräume an. „Dem Charakter des Hotelmietshauses entsprechend bietet die Institution dem Mieter zusammen mit der Wohnung automatisch außer den Mahlzeiten auch Jede weitere Versorgung und Dienstleistung." — schrieb das Prospekt. Nach dem Zweiten Weltkrieg funktionierte das Gebäude als Parteihotel bzw. Hotel des Außenministeriums. In jüngster Vergangenheit wurde es renoviert und dient wieder als Hotel. Die besondere, zweistöckige Villa mit Türmen des Károly Fackh in der Andrássy út 117 (entworfen von Rezső Ray, erbaut 1880) ist leider spurlos verschwunden, ebenso die erste Villa der Andrássy út unter Nr. 122 (entworfen von Emil Unger, gebaut 1873), die man schon 1908 abgetragen hatte, um dem pompösen neuen Gebäude des Gyula Jánosi Engel (entworfen von Kármán und Ullmann) zu weichen, welches dann ebenfalls im Krieg gänzlich zerstört wurde. 5'