Prohászka László: Der Donaukorso - Unser Budapest (Budapest, 1998)

Miklós Izsó-Adolf Huszár: Petőfi mungsvolien Zigeunermusik konnte neben den Hotelgä­sten auch von Spaziergängern des Donaukorsos besucht werden. Vom literaturgeschichtlichen Standpunkt interes­sant ist, daß in einem Sondersaal des Bristol zwischen 1910 und 1930 der Literaturkreis um die Zeitschrift Nyu­gat (Westen) sich regelmäßig traf, wo auch der Dichter Endre Ady mehrmals zugegen war. Zur Jahrhundertwende, genau im Jahre 1900, erschien ein neues Verkehrsmittel am Korso: die Straßenbahn. Die beiden hauptstädtischen Verkehrsfirmen, die Budapester Straßenbahn Gesellschaft und die Budapester Hauptstäd­tische Straßenbahn Aktiengesellschaft konkurrierten um das Bau- und Betriebsrecht der Straßenbahnlinie am Do­nauufer; letztere erwarb es schließlich von der Hauptstadt. Die Schienen hatten jedoch am Korso keinen Platz, des­halb wurden sie auf einen 498 Meter langen Viadukt auf drei Reihen vernietete Eisensäulen plaziert. Unter dem Via­dukt befanden sich die bereits erwähnten Lagerräume, die sich zum Unteren Kai hin öffneten. Die erste Straßenbahn 21

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