Gábor Eszter: Budapester Villen - Unser Budapest (Budapest, 1997)

Szakáts-Villa. Durch die Anbauten der vergangenen Jahrzehnte wurden wohl die Proportionen der Villa verändert, ihr Charakter jedoch nicht. II., Pasaréti út 97. Rechtecks des fünfflügeligen Fensters des Wohnzimmers angeglichen; die beiden Öffnungen durchbrechen in L- Form die sonst ungebrochene weiße flache Oberfläche. An der Südfront erscheint die L-Form weniger konsequent, umgekehrt: die massive Abschlußmauer des Wohnzim­mers wird von zwei breiten Fenstern im Stock und einer schmalen Eingangstür im Erdgeschoß umgeben. Wohl die eleganteste Villa der dreißiger Jahre war die­jenige in der Pasaréti út 97. (Gyula Rimanóczy, 1934). Die wegen des hügeligen Geländes zur Straße hin zweistöckig wirkende, in Wirklichkeit über dem Souterrain zweige­schossige Villa reichte tief in das Grundstück hinein. An der kurzen Seite des Gebäudes lag in jedem Geschoß je eine Räumlichkeit zur Straße hin. Die Hauptansicht des Ge­bäudes befand sich jedoch an der Längsseite zum Garten. Mit Ausnahme des Empfangsraumes, der sich zur Gasse hin öffnet, blickten alle übrigen Räume zum Garten. Diese Disposition zeigt auch, daß die Grundkonzeption des Ge­bäudes in einer Verknüpfung der inneren und äußeren Räu­me lag: diesem Ziel dienten die riesigen Fenster, der Win­tergarten hinter dem Eckfenster des Speisezimmers und die entlang der Seitenfront führenden Terrassen, von de­nen die im Erdgeschoß vor der Straßenfront weiterging, diejenige im Stock hingegen an der Rückfront. Eine Stützmauer teilte den Garten in einen unteren und einen oberen Teil; der obere bildete eine organische Wei­terführung der Terrasse im Erdgeschoß. Die drei repräsen­58

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