Adamkó Péter - Dénes György - Leél-Őssy Szabolcs: Die Höhlen von Buda - Unser Budapest (Budapest, 1992)

Jahren dieses Jahrhunderts wieder erschlossenen) Gruben­gängen kleine Mengen von hochwertigem Eisenerz und in Spuren auch Silber- und Golderz gewonnen wurde. Bei der Erforschung der Höhle fand man zahlreiche Spuren der Berg­bautätigkeit und auch entsprechende Werkzeuge. Die Höhle ist gesperrt wegen ihrer Gefährlichkeit und we­gen ihrer Kostbarkeiten, die dem Naturschutz unterstellt sind. Sie darf nur mit einer Sondererlaubnis betreten werden. Die Höhle wurde in den achtziger Jahres des vergangenen Jahrhunderts von József Szabó und ab 1961 von György Vaj na, László Szabó und Mitarbeitérn (den Mitgliedern des Budapester Sportvereins) erforscht. Die archäologische Er­schließung wurde von Dr. László Zolnay durchgeführt Die kartographische Erfassung wurde von Nándor Tomala (1830), Ottokár Kadic (1919) und Pál Borka (1989) vorge­nommen. Die János-Molnár-Höhle Das annähernd 450 m lange, fast in seiner ganzen Länge vom Thermalwasser ausgefüllte Gangsystem ist in erster Linie vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt her interessant. Bei dieser Höhle handelt es sich nämlich um die aktive Quellenhöhle des Lukäcs-Heilbades. Vor mehreren hunderttausend Jahren waren auch die anderen, heute bereits trockenen großen Höhlen von Buda ähnliche Quellenhöhlen. Für diese Höhle sind die Lösungsformen, ein verhältnismä­ßig kompliziertes System von Gängen und die außerordent­lich großen, von schwarzem Manganhydroxid bedeckten, wunderschönen Baritkristalle typisch. Die Höhle wurde in der jüngsten Vergangenheit von Höh­lenforschern mit Taucherausrüstung untersucht, aber die Ar­beit wurde durch die gefährlichen Verhältnisse und durch den ümstand erschwert, daß das aus der Höhle abfließende Was­ser in das Heilbad gelangt. Das Problem ließ sich lösen, indem man das Wasserversorgungsrohr des Bades bis zum End­punkt der Höhle, d. h. bis zur Quelle verlängern würde. Diese Höhle ist für Besucher selbstverständlich nicht zu­gänglich. 46

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