Adamkó Péter - Dénes György - Leél-Őssy Szabolcs: Die Höhlen von Buda - Unser Budapest (Budapest, 1992)
elektrisches Beleuchtungsnetz die Vermehrung der grünen Algen verhindern hilft. Die eintretenden Gruppen erreichen zunächst den Lóczy- Saal. Die Besucher der Höhle sind meistens überrascht, wie warm es im Winter und wie kalt es im Sommer ist. Doch die Temperatur ist das ganze Jahr hindurch die gleiche: sie liegt bei 10 °C; ebenso die jährliche durchschnittliche Erdoberflächentemperatur in der Umgebung des Einganges. Zur Verhütung von Steinstürzen wurde eine Untermauerung aus Schlackenbeton angefertigt. Dadurch ist der Saal in der Gegend der Löczy-Gedächtnistafel ziemlich eng. Bis zur Übergabe des 1991 ausgestalteten neuen Ausganges befand sich der Anfangs- und der Endpunkt der Rundgänge an dieser Stelle. Von hier führt in einem steilen und schmalen Spalt eine Treppe hinab zur Verzweigung mit dem Namen Querkorridor. Linkerhand sind schöne Kolke, Kugelnischen zu sehen. Geht man geradeaus weiter, so führt eine ähnlich steile Treppe in den Steinbrückensaal hinunter. Hier gibt es zwar keine Gebilde, aber wegen seiner schönen Form ist der Saal dennoch sehenswert. Hier nimmt der 1981 entdeckte Kartographenzweig seinen Ursprung. Er zieht sich gegen die Mä- tyäs-hegyi-Höhle dahin. Es gelang jedoch noch nicht, die Verbindung zwischen den beiden Höhlen zu finden. Da dieser Gang eine Sackgasse ist und der Rückweg wieder über die steile Treppe führt, ist die Besichtigung dieses Saales nur kleineren, unternehmungslustigen Gruppen zu empfehlen. Wendet man sich beim Querkorridor nach rechts, so gelangt man über den Breiten Korridor zur sogenannten Orgel. Dieser Tropfsteinpfeiler, der ursprünglich sehr schön war, wurde durch das Erdbeben im Jahre 1914 und die während des Zweiten Weltkrieges erfolgten Verstümmelungen stark beschädigt. Nach einigen Metern gelangt man zu einer mehrfachen Verzweigung. Geradeaus erreicht man über einige hinunterführende Stufen den Tiergarten, der zur Zeit als Eingang zu den seit 1980 entdeckten neuen Abschnitten dient. Dieser Höhlenabschnitt erhielt seinen Namen von den Sinterbildungen an der linken Wand. Diese erinnern an verschiedene Tiere (Elephantenherde, Schildkröte, Krokodil). Links von der Verzweigung befindet sich ein kleiner Saal. Dieser war früher das sogenannte Kabarett, in dem die Höhlenforscher feierliche Zusammenkünfte veranstalteten und Vorträge hielten. Später wurde dieser Saal nach László Lakatos, dem damaligen Fremdenführer der Päl-völgyi-Höhle, be16