Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)

Mit dem Wasserbcjs über die Donau vom Jászai Mari tér zcir Margareteninsel 1910 verkehrten schon 10 ständige Überfahrtslinien. 1914 waren 8,3 Millionen Fahrgäste mit dem Schiff über die Donau gefahren. 1916 lief der Vertrag der Donaudampfschiffahrt Gesellschaft ab, 1917 derjenige der Schraubendampfer AG, welche nicht erneuert wurden. 1917 erhielt die üngarische Fluß- und Seeschiffahrt AG die Rechte der Überfahrt und Lokalschiffahrt. Letztere waren stets defizitär und es gab Jahr für Jahr Streit zwischen dem Stadtrat und dem ünternehmer, wenn im Frühling die Schiffahrt begann. Die Gesellschaft erhielt zwar Subventionen, trotzdem stellte sie 1929 ihre Fahr­ten ein. Die Überfahrten mit dem Schiff gab es jedoch fortlau­fend bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Inzwischen hatte Rezső Bossányi Havass 1928 mit drei Motorbooten für zehn Personen ein Wasser-Taxi-Ünternehmen gegründet. Die Boo­te kosteten für eine Stunde 15 Pengő, also kaum mehr als die Hälfte des Preises der grauen Taxis, welche für die selbe Zeit 26 Pengő kosteten. Da sämtliche Brücken 1945 in die Luft gesprengt worden waren, wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg die Bedeutung der Donauüberfahrt wieder. Am 26. Februar 1945 begann mit einem kleinen Kahn für neun Personen die erste Überfahrt zwischen Szilágyi Dezső tér und Árpád utca, die zweite am 12. April - sie führte um die Margareteninsel herum und beförder­te mit vier Booten der Obudaer Schiffswerft täglich etwa fünftausend Personen. Im Dezember 1945 riß das Eistreiben die Pontonbrücke mit sich und einer der damals schon in Ordnung gebrachten Schraubendampfer, der Nr. XXV rettete einunddreißig Menschen vor dem Ertrinken. Den Statistiken nach hatten 1945 die Boote und Schiffe 1,9 Millionen Perso­nen von der einen Seite der Donau auf die andere befördert. 1946 übernahm die Üngarisch-Sowjetische Schiffahrt AG die 43

Next

/
Thumbnails
Contents