Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)
Eines der ersten Taxis Wagen. Diese wurden jedoch nur für behördliche Fahrten benützt. 1921 verkehrten im Durchschnitt 76 Wagen, die Tageseinnahmen betrugen 1660 Kronen. Der Fahrzeugpark wurde stufenweise vergrößert, dem 1922 verabschiedeten Industriegesetz entsprechend, mit Wagen ungarischen Erzeugnisses. Samu Haltenberger bemühte sich die Wettbewerbsfähigkeit der Ungarischen Automobil AG durch sehr strenge Bedingungen aufrecht zu erhalten. So begab es sich einmal, daß auf eine Lieferung von 150 Fahrgestellen nicht genug bequeme Wagen gebaut werden konnten. Da erfand er - als erster in Europa - den Wagen von verminderter Qualität mit einem 20% niedereren Tarif. Diese Kategorie gab es in Budapest bis in die sechziger Jahre. In die kleinen Wagen der Ungarischen Allgemeinen Maschinenfabrik, welche eine Holzkarosserie hatten, paßten nur zwei Fahrgäste. Seit 1923 trug das Unternehmen für Mietwagen den Namen Budapester Automobil Verkehrs AG (Autotaxi). Die Einspänner und Zweispänner (Fiaker) gab es in Budapest bis in die Mitte der zwanziger Jahre, bis 1930 waren sie jedoch schon praktisch verschwunden. Ein Teil der Kutscher wurde zu Taxifahrern. Viele bewarben sich um die vom Stadtrat erteilte Taxierlaubnis, viele betrieben das dann nicht alleine, sondern als ein Unternehmen. Die bedeutendsten waren Ende der zwanziger Jahre die Allgemeine Kraftwagenverkehrs AG, die Allgemeine Autoverkehrs AG und die Budapester Autobusverkehrs AG, neben dem schon erwähnten Unternehmen Autotaxi. Die Kleingewerbetreibenden, die ein-zwei Wagen betrieben, bildeten den Budapester Maschinenbetriebene Mietwagen Gewerbe-Verein; die einheitliche Farbe ihrer Wagen war zuerst rot, 37