Várnagy Zoltán: Stadtverkehr - Unser Budapest (Budapest, 1994)

Schnellbahn-Wagen Züge z. B. jede halbe Stunde nach Vác), und verbindet die Orte am linken üfer der Donau, die sozusagen schon zu einem einzigen bewohnten Gebiet verschmolzen sind. Die leichte städtische Eisenbahn ist in Budapest leider, vieler Gegeninteressen und des Geldmangels wegen, noch nicht in Sicht. Omnibus, Autobus ln Paris fuhr 1662, in Pest 1832 der erste städtische Gesell­schaftswagen auf einer bestimmten Linie. Der Restaurateur János Kratochwill hatte von der Stadt die Erlaubnis erhalten, zwischen seinen beiden Kaffeehäusern, dem innerstädtischen (am heutigen Roosevelt tér) und demjenigen im Stadtwäld­chen, eine ständige Linie zu betreiben. Die nach englischem Muster konstruierten Omnibusse nahmen den Fahrgast dort auf, wo er den Wagen anhielt und ließen ihn absteigen, wo er wünschte, man mußte den Schaffner nur bitten anzuhalten. Nicht nur die Gäste der Cafés machten davon Gebrauch, sondern auch andere und die 6 Kreuzer Fahrgeld brachten Kratochwill sogar einen Gewinn ein. Er versuchte auch andere Linien in Gang zu setzen, doch die Pester Mietwagen-Zunft erwies sich als stärker. 1832 eröffnete diese eine Linie aus der Innenstadt über die Király utca in das Stadtwäldchen. 1833 verkehrte auch in Buda schon der Omnibus. Der Gesell­schaftswagen brachte die Bürger an die Ausflugs- und Ver­gnügungsorte und wurde bald sehr beliebt. Die ursprüngli­chen Wagen wurden von größeren abgelöst, es gab immer mehr neue Linien, von der Mitte der 1840er Jahre sogar 27

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