Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)

Bank angeschlossen und die Fassade dementspre­chend umgebaut.) Auf den Gängen in den oberen Stockwerken kann ein überraschendes ästhetisches Spiel beobachtet wer­den. Auf die sich rhythmisch wiederholenden Steinver­kleidungsoberflächen plazierte Alpär Steintafeln von stark kontrastierendem Muster und Farbe und bricht so überall die Ordnung der systematischen Steinauftei­lung. Als wäre diese Lösung aus dem Arsenal des ihm eigentlich unendlich weitstehenden holländischen Kon­struktivismus genommen, der einige Jahre später ent­stand. Alpär selber beschreibt das fertige Gebäude 1913 in der Zeitschrift Építőipar (Bauindustrie): Bei der Gestaltung der Fassade habe ich danach getrachtet, indem ich mit den feudalen Palastfassa­den brach, einen Bankpalast zu schaffen; anstelle des geschlossenen italienischen Palastes habe ich ein fröhliches Gebäude mit großen Öffnungen ins Leben gerufen, denn den Charakter des Bankpala­stes schafft ein gut beleuchteter Raum für intensive Arbeit Es ist bemerkenswert daß zum Zweck des Schnellen Arbeitsablaufes innerhalb des Gebäu­des 120 km Draht für die elektrische Beleuchtung und Telefoneinrichtung gelegt wurden, an welche etwa 3000 Lampen, 350 Haustelefone und 180 staatliche Telefonstationen angeschlossen sind und daß mit dem gleichen Ziel eine Rohrpost­Das Haüpttreppenhaüs an der Dorottya citca 55

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