Gerle János: Paläste de Geldes - Unser Budapest (Budapest, 1994)

Gebäude mit den anderen Börsen vergleichend be­schreibt, kommt zu der Schlußfolgerung: ...daß der Umfang der Budapester Börsenhallen demjenigen der Berliner Börsensäle, die die größ­ten in Europa sind, gleicht (dort sind jedoch drei Säle - G. J.); zählen wir jedoch zu den Börsenhal­len den 1220,00 m2 Grundriß des Kuppelsaals und der beiden Foyers hinzu und ziehen wir in Be­tracht, daß es bei den ausländischen Börsen sol­che Räumlichkeiten nicht gibt, kommen wir zu dem Ergebnis, daß den Mitgliedern der Budapester Börse zusammengenommen 3860,00 m2 Territo­rium zur Verfügung stehen, mit welchen Maßen keine einzige europäische Börse wetteifern kann. In den Augen der Zeitgenossen war der Bau der Börse die feierliche Bestätigung dessen, daß das Land von den ersten Schritten der „Öffnung“ in die vorderste Linie Europas gelangt war. Die Ungarische Nationalbank Budapester Filiale der gemeinsamen Notenbank der dualistischen Monarchie Nach den ergebnislosen Versuchen der Reformzeit und der 48er Revolution entstand 1878 die Ungarische Na­tionalbank als das Budapester Institut der Österreichi­sch-Ungarischen Bank der dualistischen Monarchie, welches über die gemeinsamen Finanzangelegenhei­ten verfügte. Die gemeinsame Notenbank besaß nur in Wien ein selbständiges Gebäude, das Budapester Insti­tut befand sich im Gebäude József nádor tér 3. (Dies wurde beim Bau der Kreditbank abgetragen.) Mit dem Erstarken der Wirtschaft um die Jahrhundertwende und dem Aufleben der Bemühungen um eine nationale Selbständigkeit, kam der Bau einer repräsentativen 30

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