Ferkai András: Moderne Gebäude - Unser Budapest (Budapest, 2009)
■ ... und der Fanaden-Cntwurfi aus dem Jahre 1935 Langsam begannen die Budapester die modernen Mietshäuser und die neue Lebensform mit jedem Komfort zu mögen. „Aul; die schmalen Grundstücke müssen Miniatur-Wohnungen gebaut werden, mit sparsamen Maßen, jedoch jedem Attribut des modernen Komforts: Zentralheizung, Warmwasserversorgung, Müllentsorgungsschacht. Telefon, Radio, Terrassen, Gas-, Wasser- und Clektrizitätsuhren ausserhalb der Wohnung, damit die Bewohner beim Ablesen nicht gestört werden, mit Auszügen u. a." - schrieb dr. Tibor Kiss in der Zeitschrift Tér és Forma (Raum und Form) in seiner Betrachtung über das 1935 beendete Mietshaus in der V. Cukor utca 4. Die unvorteilhaften Gegebenheiten des schmalen, trapezförmigen, innerstädtischen Grundstücks hat der Architekt bravourös ausgenützt. Auf einer Grundtück- breite von etwa 16 m gelang es ihm drei Wohnungen pro Geschoss zu plazieren: eine Zweizimmerwohnung mit Halle und zwei Einzimmerwohnungen. Die Zwei- und die eine Einzimmerwohnung sahen zur Straße hin, die andere Einzimmerwohnung zum Hof. Den schrägen Winkel zwischen Feuermauer und Straße zeigt der Architekt vom zweiten Stock aufwärts, wo die Fassarde zu einem Sägezahn wird: vor jedem Zimmer gibt es eine kleine dreieckige Loggia, die entlanglaufende Glas37