Boros Géza: Statuenpark - Unser Budapest (Budapest, 2002)

40. Statue des Kapitäns Steinmetz (Sándor Mikus, 1958) Schon gleich nach der Befreiung der Hauptstadt wurde der politische Beschluß gefaßt, jener beiden sowjetischen Parlamentäre auf gebührende Art zu ge­denken, die im Dezember 1944 den im Belagerungsring eingeschlossenen Deut­schen das Kapitulationsultimatum der sowjetischen Heerführung übergaben, und die - der kommunistischen Propaganda nach — die Nazis „meuchlings er­mordet" hatten, (ln Wirklichkeit war Miklós Steinmetz, ein sowjetischer Offizier ungarischer Abstammung, von Südosten her an die Stellungen der Verteidiger Budapests herangekommen. Sein Auto fuhr auf eine Mine und so verloren er und sein Chauffeur ihr Leben.) Den für das Denkmal ausgeschriebenen Wettbe­werb gewann Jenő Kerényi, doch schließlich erhielt nicht er, sondern Sándor Mikus, ein Mitglied der Jury, den Auftrag. Das Memento entstand unter stren­ger sowjetischer Aufsicht, beim Entwurf nahm sogar der sowjetische Haupt­mann Wasiljew teil. Als Teil der Denkmalaufstellung wurden die sterblichen Reste von Kapitän Steinmetz auf dem Gyömrőer Friedhof exhumiert und zum Fundament des Denkmals umgebettet. Den sowjetischen Erwartungen gemäß stellte Mikus ein zweifigüriges Denkmal her: ein tödlich verwundeter Soldat mit seinem Kameraden, der Stillstehen befielt. 1949 stellte man das Denkmal am Ort des Geschehens, am Ende der Vörös Hadsereg útja (heute Üllői út) auf, am Südende Budapests, an der Grenze zur Ortschaft Vecsés. Lange stand es nicht ■ Jenő Kerényi: Hauptmann Oitjapenko OgsO und Sándor Mikui: Hauptmann Steinmetz (1958) 51

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