Boros Géza: Statuenpark - Unser Budapest (Budapest, 2002)

dener als das Original, den das Gärtnereiunternehmen der Hauptstadt aus Blu­men bester Qualität (Rosen und Zypressen) plastisch formte. Auch der Blumenstern entkam den Symbolzerstörungen der politischen Wen­de nicht. Ein Unbekannter erneuerte die 56er Tradition der Sternvernichtung und überfuhr eines Nachts im April 1989 den Blumenstern mit seinem Wagen. Die Zerstörung dieses Symbols stand auch auf dem Plan der Ungarischen Okto­ber-Partei, doch schließlich nahmen Aktivisten der Partei der Jungen Demok­raten Fidesz eine „umweltfreundliche" Neutralisierung des Strens vor: sie setz­ten die Blumen der Sternzacken um. Der fünfzackige rote Stern, Hammer und Sichel sowie das Pfeil- und Haken­kreuz wurden durch das XLV. Gesetz des Jahres 1993 zu willkürherrschaftlichen Symbolen erklärt und ihr Gebrauch - ausgenommen im Unterricht oder zu wissen­schaftlichen und künstlerischen Zwecken — strafrechtlich verboten. 39

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