Szatmári Gizella: Zeichen der Erinnerung - Unser Budapest (Budapest, 2005)

■ Gedenktafel des Adóit Fényes Adolf Fényes, Schüler des Bertalan Székely, arbeitete nach seinen Pariser und Weimarer Studien 1894 wieder zu Hause. Der für das Ende des 19. Jahr­hunderts charakteristische düstere Realismus seiner Reihe Armeleutedaiein milderte sich in Szolnok, seine Plein air Bilder wurden heller, farbiger. Im Nationalen Salon des Jahres 1907 hingen seine Bilder, als die eines Sympa- tisanten mit „verwandtem Geschmack", neben denjenigen der Nagybányaer Künstler. Sein heiterer Optimismus wurde gegen Ende seines Lebens erschüttert, er malte immer mehr mythische, biblische, märchenhafte Stimmung aus­strahlende Bilder. Sein Berufskollege Lipót Hermann erinnerte sich mit einfachen, objektiven, liebevollen Worten an ihn: „Adolf Fényes war eine Gestalt des Pester Lebens, den jeder seiner Ehrlichkeit, seines beliebten vielseitigen Talentes wegen schätzte - seine Bildung, sein Geist, sein Humor... seine Ironie fesselten seine Anhänger. Die Jungen hörten ihm wie einem Orakel zu... er war ein großer Erzieher... wer von ihm lernte, lernte das Wesentliche für ein ganzes Leben." 68

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