Ferkai András: Wohnsiedlungen - Unser Budapest (Budapest, 2005)

orten, es kann ein abwechslungsreicheres Stadtbild aus ihnen geformt werden, und sie sind - nicht zuletzt - auch zur Standardisierung und Vorfertigung geeigneter. Die Wohnsiedlung wurde, entsprechend dem zweiten Bebauungsplan, südlich der Üllői út zwischen den Jahren 1958—64 verwirklicht. Die Politiker wünschten, daß mit dem Bau von 800 Wohnungen schon Ende 1955 begonnen werden sollte, unabhängig von dem in Vorbereitung befindlichen Stadtplan. Das ist der Grund dafür, daß die symmetrische Komposition der Blocks zwischen der Somfa und der Száva utca noch den Geist vom Anfang der fünfziger Jahre zitiert (Architekt: Emil Zöldy, Lakóterv). Es ist schon wahr, daß sich hinter den monumentalen fünf­stöckigen Gebäuden modern schrägwinklige dreistöckige Häuser erstrecken, und das in der Mitte stehende zylinderförmige Gebäude mit Restaurant und Kon­ditorei eher die Stimmung moderner Gewerkschafts-Erholungsheime aus Sotschi oder Varna heraufbeschwört, als diejenige des statistischen Moskau. Kein Wun­der: der Bau des Ensembles hatte sich bis ins Jahr 1959 hingezogen. Auf der anderen Seite der Üllői út begannen die Arbeiten 1957 mit dem Abriß des Mária Valéria Elendsviertels; gleichzeitig wurde schrittweise neu gebaut. Es wurden neue Technologien eingeführt: zuerst baute man vorgemauerte Ziegelblock-Häuser (1958-59), von i960 an dann begann man mit der Reihe der Großblock-Häuser aus Hüttenschaumschlacke nach verschiedenen Typenplänen (den Prototyp ent­■ Punkthäuser in der Józsefi Attila Wohnsiedlung (János Pomsár, um ig6o) 6l

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