Ferkai András: Wohnsiedlungen - Unser Budapest (Budapest, 2005)

■ Gesellichafitihaui in der Óbudaer experimentellen Wokmiedlung (Olga Mlndry. 195g) industrielle Methoden eingeführt werden sollten. 1958 erschien der Regierungs­beschluß über die technische Planung und Typisierung, welche zahlreiche Para­meter vorschrieb (die durchschnittliche Wohnungsgröße z. B. wurde auf 43 m2 zugeschnitten), man verlangte die Einführung von Standardplänen und großin- dustriellen Technologien. Das Ministerium für Bauwesen erarbeitete zur Vorbe­reitung einen technischen-wirtschaftlichen Dreijahresplans. Man war bemüht, zu den Forschungs- und Experimentier-Arbeiten soviele Fachleute wie möglich hinzuzuziehn, deshalb wurden öffentliche Ausschreibungen für den Entwurf neu­er Gebäudekonstruktionen (Decken, Öffnungsverschlüsse, eingebaute Küchen­einrichtungen und Schränke), des weiteren von Wohnungen und Wohngebäu­den, bzw. Wohnmöbeln veranstaltet. Die Ausschreiber wollten, daß die prämierten Entwürfe als Prototypen verwirklicht werden, und die endgültigen Standard­pläne auf Grund der Erfahrungen der Ausführung und mit Beachtung der öffent­lichen Meinung ausgearbeitet würden. Zum Bau der Prototypen wurde das Gelän­de zwischen der Bécsi út und der Vörösvári út ausgewählt (Reménység, Gyenes, Zápor, Váradi Sándor utca), dessen westlicher Teil den Platz der abgetragenen Új- laker Ziegelfabrik einnahm, der östliche Teil die Stelle einiger abzutragender eben­erdiger Häuser; am Ende der Zápor utca standen schon drei moderne Punkthäuser (Zoltán Vidos, 1949) und zwei Häuser mit äußeren Gängen (István Hámor, 1948). Die landesweite Wohnungsausschreibung des Ministeriums für Bauwesen aus dem Jahre 1958 verlangte Vorschläge für eine möglichst breite Skala der Wohnungs­56

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