Faurest, Kristin: Zehn Budapester Plätze - Unser Budapest (Budapest, 2010)

■ Detail eines Hauses auf dem Kos Károly tér schiedenen Handelsorganisationen gemietet wurden. Hier gab es auch die einzi­ge Apotheke der Siedlung. Wie viele andere, änderte auch dieser Platz oft seinen Namen. Ursprünglich hieß er Fő tér, später Szabadság tér, dann Petőfi tér, seit 1987 trägt er seinen jetzigen Namen. Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit entsprachen nicht immer dem ursprünglichen Geist der Siedlung: die Vergrößerungen, Umbauten, Anbauten, die Nebengebäude, welche Teile der Gärten einnehmen — sie alle verderben das Gesamtbild. Zur Zentenarfeier der Siedlung im Jahre 2008 verabschiedete die Ungarische Architektenkammer eine Erklärung, in welcher sie für eine stren­gere Konservierung der Architektur und des Genius loci plädierte und vorschlug, die ganze Siedlung zum Kulturdenkmal zu erklären. Sie bemerkte, dass vor dem Bau der Wekerle-Siedlung nur die englischen Gartenstädte als beispielhafte Modelle betrachtet wurden. Die Gruppe meinte: Die Siedlung ist solch ein natio­naler und europäischer Wert, dass ihre Erhaltung und Entwicklung, sowie die Pflege des Respektes vor ihren Erschaffern, eine Aufgabe sind, die unsere Ge­sellschaft mit Ehre erfüllt. 68

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