Faurest, Kristin: Zehn Budapester Plätze - Unser Budapest (Budapest, 2010)

Teleki spielte auch im Budapester jüdischen Leben eine besondere histori­sche Rolle, da es am Markt eine bedeutende Anzahl jüdischer Händler gab. Handel und Frömmigkeit spielten sich nicht weit voneinander ab; eines der Ge­betshäuser der jüdischen Gemeinde, Teleki tér Nr. 22, ist das einzige orthodoxe, sephardische Gebetshaus in Budapest. Ursprünglich war es das Haus galizischer Juden und wurde nach der Stadt Czertkow oder Csortkov (heute in der Ukraine) benannt. In diesen Stadtteil kamen die Juden zuerst Mitte des 19. Jahrhunderts, meist aus Galizien, jedoch auch aus Óbuda (Altofen) und die armen Hausierer unter ihnen ließen sich in der Gegend des Teleki tér nieder. Nach der ersten Siedlerwelle kamen die eher versprengten hassidischen Gemeinden aus den Ost- Karpaten. Viele von ihnen ließen sich im sogenannten Hausierer-Haus nieder, einem Wohnkomplex in der Lujza utca 16, Dobozi utca 19 und Magdolna utca 40, 42—44, 46. ihren Traditionen nach beteten viele Juden in kleinen Gebetshäusern, ■ Die alten Bäume den Platzei sind dein größter Stolz 45

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