Szablyár Péter: Turmhoch - Unser Budapest (Budapest, 2007)
Heute sieht man nur noch die Spitze des Turmes bar ist, bewahrt in der Enge der ihn umgebenden Häuser die Erinnerung an das einstige, 1964 abgetragene Nationaltheater. Eine zeitlang gab es im Turm noch Werkstätten für Bühnendekoration, später ein Außenhandelsunternehmen, dann wurde er zum Bürohaus eines Informatikunternehmens. Ende des 19. Jahrhunderts baute man den Turm mit doppeltem Ziel: zur Sicherung der großen Wassermenge, die für die hydraulische Bewegung der Bühnentechnik nötig war und zur Wasserversorgung der Berieselungseinrichtung zum Feuerschutz. Die Entwürfe stammen von József Kauser und Hugó Máltás. ln der Achse des Turms, der nun seine Funktion verloren hatte, wurde eine zylinderförmige Liftkonstruktion eingebaut, im ringsherum führenden Stiegenhaus kann anhand zeitgenössischer Dokumente die Geschichte des Gebäudes studiert werden. Am Ort des einstigen 15 Kubikmeter großen Wasserbehälters befindet sich ein Konferenzsaal, von wo aus sich ein herrliches Rundpanorama auf die Pester Dächer und die Budaer Hügel bietet. Schade, daß nur wenige dieses genießen können. 67