Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 24/1-4. (Budapest, 1901)

1-2. szám

50 V>\ DADAY Fundort : Das Sagomoor von Lemien. Diese Art erinnert durch den Habitus ihrer Schalen lebhaft an Cypridopsis g lobulus Sars. und Cypridopsis min n a (King), welche Y. VÁVRA neuerlich als Glieder des Genus Piouocypris betrachtet. Hinsichtlich der Structur der Furcalaiihänge stimmt diese Art jedoch mit Cypridopsis glo­bulus überein. Einen sehr wichtigen Unterschied zwischen den genannten beiden Arten und dieser neuen Art, bildet indessen der Mangel der Kiemen­anhänge des zweiten Maxillenpaares bei jenen und die volle Entwicklung derselben bei der neuen Art. Dies bewog mich, diese Art von den erwähn­ten abzusondern und sie sogar als Repräsentantin eines anderen Genus zu betrachten, denn ich kann nicht voraussetzen, dass ein so hervorragen­der Forscher auf dem Gebiete der Entoinostraceen , wie G. 0. SARS, die Kiemenanhänge der zweiten Maxille nicht gesehen haben sollte, wenn dieselben thatsächlieh vorhanden gewesen wären. Für den Fall aber, als weitere Untersuchungen die Anwesenheit der Kiemenanhänge der zweiten Maxille bei Cypridopsis globulus und den von Y. YÁVRA ZU dem Genus Piouocypris Yävr. gezogenen übrigen Arten nachweisen sollten, so wäre das Genus Piouocypris Yävr. gänzlich einzuziehen und würde ich vor­schlagen, die Arten desselben in das Genus CyprideUa Yävr. zu stellen, wodurch dann CyprideUa dubiosa 11. sp. in ein sehr nahes Yerhältniss zu Cypridopsis (Piouocypris recte CyprideUa) minna (KING) käme, eventuell als Synonym derselben zu betrachten sein würde. 9G. Eucypris fabaeformis DAD. Fig. 22. a—c. Die Schalen sind, von der Seite gesehen, einigerinassen mit Bohnen vergleichbar, an beiden Enden fast gleich breit. Der vordere Schalenrand ist ziemlich stark abgerundet, gegen die Rückenseite jedoch etwas ab­schüssig sich erbebend und in dieselbe, wie auch in den Bauchrand un­merklich übergehend, hier aber bogig bleibend. Der obere Schalenrand ist nur in sehr geringem Masse gebogen, fast gerade, gegen den Yorderrand stärker, gegen den Hinterrand aber kaum merklich abschüssig. Der hin­tere Endrand ist stärker und spitziger abgerundet als der vordere, zugleich auch etwas schmäler und übergeht unmerklich in den Rücken- und Bauch­rand. Der Bauchrand ist im vorderen Drittel ziemlich auffallend gebuch­tet, vorn stärker, hinten ganz wenig gebogen. An den beiden Endrändern, wie auch am Bauchrande, zeigt sich keine Spur von Porenkanälen, die Randborsten aber gehen von kleinen Yorsprüngen aus und an der äusser­sten Grenze des Schalenrandes zieht ein sehr schmaler, durchsichtiger Cuticulagürtel hin. (Fig. 22 a.)

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