Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 23/1-4. (Budapest, 1900)

1-2. szám

ODONATEN AUS NEU-GUINEA. 105 Wahnesia n. g. (Argiolestes DE SELYS pr. p.) Statur wie Argiolestes SELYS. Der Sector medianus entspringt aus der Nodalquerader, der subnodalis aus der Verlängerung der ersten Post­nodalquerader oder sehr nahe bei ihr, der Ursprung beider Sectoren liegt also deutlich nach dem Niveau des Nodulus. Pterostigma sehr schräg rhomboidiscli mit gerundeten Ecken, fast blattförmig, in der Regel 3 Zellen lang..Geäder sonst wie Argiolestes SELYS. Schienen etwas länger bewimpert als bei Argiolestes. Beim cf das 8. Segment theilweise oder ganz sowie das ganze 9. Segment oberseits als Längsrinne eingesenkt. Beim 5 das 10. Segment oben mit einem schmalen, zungenförmigen oder dreieckigen Anhang von der halben Länge des Segmentes. Derselbe ist am Ende ent­weder abgerundet oder etwas ausgeschnitten. Unterlippe aus breiter Basis verschmälert, vorn tief (fast bis zur Mitte) ausgeschnitten, die beiden End­lappen spitz, nach allen Seiten dornig gewimpert. (Bei australischen Argio­lestes ist die Unterlijipe nur wenig an der Spitze eingeschnitten.) Typen der Gattung : Wahnesia Kirhyi n. sp., montivagans n. sp., im Ungarischen National-Museum und in meiner Sammlung. Heimat : Die papuanische Region. (Herrn C. WAHNES in Bongu , dem langjährigen entomologischen Erforscher der papuanischen Region gewidmet.) Von der nahe verwandten Gattung Argiolestes DE SELYS, ZU welcher DE SELYS und Ris die bishei bekannt gewordenen Wahnesien stellten, ist die Gattung zunächst durch den Ursprung des Sector medianus und sub­nodalis unterschieden, fernerhin ist das 8. und 9. Segment beim cf von Argiolestes nicht eingesenkt, sondern gewölbt und dabei die Haut von starker hornartiger Beschaffenheit. Das 10. Segment der Argiolestes <j> 5 meiner Sammlung zeigt den erwähnten Anhang nicht oder nur rudimentär. Es wäre möglich, dass die Einsenkung des 8. und 9. Segmentes des Wahnesia cf nur eine Folge der Eintrocknung ist, zum mindesten zeigt sie aber dann einen dünnen, blasigen Bau der Segmentdecke an, wie es mir von keiner Odonatengattung bekannt ist. Von der Einsenkung ab wird die vorher quergerillte Segment-Oberseite plötzlich glatt. Bei Wahnesia Kirbyi treten am Grunde der Grube des 9. Segmentes noch mediane Längsrillen auf. Bei W. montivagans ist der eingesenkte Theil der Haut ganz glatt, vor und nachher die Haut aber quergerillt. Wir haben also hier eine morphologisch und wohl auch biologisch interessante Eigenheit vor uns. deren Deutung vielleicht als Duftorgan spätem Untersuchungen an geeigneterem Materiale oder am lebendigen Thiere vorbehalten bleibt.

Next

/
Thumbnails
Contents