Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 22/1-4. (Budapest, 1899)

1. szám

BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DER MARCGRAVIACEEN UND AROIDEEN. 57 Strauch, als eine epiphyte Pflanze an der feucht-moosigen Wand des Ge­wächshauses üppig vegetirt, — er benützte sogar das zufällig nebenan vor­handene Wasserbecken zur Entwickelung einer bisher unbekannten Varia­tion der Luftwurzeln. 1 In Betreff ihrer vegetativen Organe sind vor Allem die zwei Arten der Zweigbildungen der Marcgravien auffallend, welche mit dem Dimorphis­mus der Blätter in Zusammenhang stehen. Sie haben nämlich Zweige, welche walzenartig sind, mit ihren dickfleischigen, lederartigen, spiralig gestellten, nebenblattlosen Blättern überhängen und am Gipfel mit einer Blüthendolde enden ; dies sind die im engeren Sinne genommenen repro­ductiven (fertilen) oder orthotrop Zweige. Ihre vegetativen (sterilen), oder plagiotrope Zweige hingegen dienen zum Klettern ; ihre in zwei Beihen angeordneten Blätter schmiegen sich mit ihrer Blattunterseite an Baum­stämme, Felsen etc., mit einem Worte, an das Substrat. (Tab. II, Fig. I.) 2 BAILLON 3 bezeichnet diese Eigenschaft der Marcgravia im Charak­teristicum des Genus mit folgenden Worten : «Frutices epiphytici vel scandentes, rarius arborescentes ; foliis alter­nis heteromorphis ; in ramis sterilibus repentibus, sessilibus, in ramis liberis coriaceis, exstipulaceis. » WITTMACK : 4 « Folia dimorplia in genere unico (Marcgravia), ea ramorum floriferorum maiora, ovata, oblonga vel lanceolata .... Bami eximie dimorphi : alii semper steriles, radicibus repentibus vel scandenti­bus praediti, confertim et distiche foliati, complanati ; . . . . foliis quam in fertilibus minoribus, sessilibus, basi insequalibus, plerumque approxima­tis ; . . . . alii fertiles remotis, saepissime maioribus, ovatis oblongis vel lanceolatis, integris etc.» BENTHAM et HOOKER : 5 « . . . . Folia coriacea, integerrima, ramorum sterilium in arbores rupesque repentia, saepc heteromorpha parva sub­membranacea.» Ich erachtete es für nothwendig, einige hervorragendere Stellen der wichtigsten beschreibenden Arbeiten zu citiren, darum, weil, wenn eine Marcgravia in unseren botanischen Gärten gepflegt wird, dies fast immer die Marcgravia paradoxa ist; diese Bestimmung ist aber, wie auch jene der Marcgravia dubia, wie durch die weiter unten zu gebenden Erörte­1 Hievon bei anderer Gelegenheit. 3 Yergl. K. SCHUMANN, Lehrb. der systematischen Botanik. Stuttgart, 1S94, p. 429. 3 H. BAILLON, Hist, des Plantes. Paris, Tom. IV. 1873, pp. -262—3. 4 Flora Brasiliensis. Fase. 81. Leipzig, 1878, p. 215. ö Genera Plantarum. Vol. I. 1862—7, p. 181.

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