Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

90 Di LÖRENTHEY. des Seitenrandes sich nicht flügelartig verbreitert, wie bei dem entwickel­ten Exemplar, sondern an seinem Rande nur drei zahnartige Höcker be­sitzt; auch an dem Hinterrande wird die Contour durch je zwei schwache Höcker wellenförmig. Übrigens sind die Charaktere auch schon an dem kleinsten Exemplar vorhanden (Tab. VIII, Fig. 2). Bei dem II. Exemplar (Fig. 3 auf Tab. VIII) sind schon die 3—3 Lappen des Seitenrandes schön entwickelt. In jungen Stadien sind auch die Augenhöhlen und die, die Oberfläche zierenden Höcker relativ gross ; sie vertheilen sich erst mehr bei dem Wachsen der Oberfläche und dann wird auch die Augenhöhle relativ kleiner, indem sie langsamer als die Oberfläche wächst. Bezüglich der Sculptur der Handscheere habe ich zu bemerken, dass z. B. die äussere untere Fläche der rechten Handbasis bei meinen Exem­plaren meistentheils mit grösseren und länglicheren Höckern besetzt ist, wie auf Fig. 3b BROCCHI'S, wodurch es eben augenfälliger wird, dass die Höcker in Reihen stehen. (Tab. IX, Fig. 1.) Fundort : Diese Art ist an ihrem Originalfundort (Budapest-Rákos), von wo sie BROCCHI beschrieb, genug häufig, indem sie sowohl in dem alveolinenreichen kalkigen Sand, als auch in dem Kalkstein gleichmässig in grosser Anzahl vorkommt, wie man aus den am Anfang der Beschrei­bung mitgetheilten Daten erkennen kann. Diese Art war eine Specialität von Budapest-Bákos, bis mein geehrter Freund, Herr Staatsgeologe K ÁLMÁN v. A DDA nördlich von Globukrajova in dem Leithakalk, welcher in dem SO-lich von dem 445 m Punkt liegenden, steiluferigen Wasserriss aufgedeckt wurde, einen genug gut erhaltenen Cephalothorax dieser interessanten Art sammelte. Nachdem ich aber in Budapest-Rákos diese Art ebenfalls in grosser Menge sammelte, hört Calappa Heberti BROCC. auf eine Specialität zu sein ; ja, nachdem sie K ÁLMÁN V. A DDA auch in dem südöstlichen Theile Ungarns in gleichalterigen Formationen fand und auch der Director der geolog. und paläontologischen Abtheilung des Wiener Hofmuseums, THEODOR FUCHS, eine Calappaha,nd bei Neudorf in Kaltenbrunn ebenfalls in Leithakalk fand, welche soweit es ihr Erhaltungszustand erlaubt, nur als Calappa Heberti bestimmt werden kann, kann ich getrost behaupten, dass Calappa Heberti BROCC. am Ende der mediterranen Periode auf dem Ge­biet von Mittel-Europa sehr verbreitet war ; es ist demnach zu hoffen, dass sie als häufige Fossilie des Leithakalkes noch an mehreren Orten ge­funden werden wird.

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