Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

DECAPODENFAUNA D. TJNG. TERTIÄRS. 81 ten, längs einer ausgesprochenen Kante angeordnet sind, während an­derswo wieder eine andere Knotenreihe auftritt : «... und wir erhalten so allmälig eine zweite parallele Reihe von Tuberkeln, also eine Bildung, die MILNE-EDWARDS als charakteristisch für H. rotundatus angibt, die aber unmöglich als etwas anderes, als ein nach Individuen wechselndes Merk­mal angesehen werden kann.» Diese Beobachtungen von BITTNER werden durch meine Untersu­chungen nur bestärkt, da die Verhältnisszahl zwischen den Diametern von H. pundulatus, wie aus den, schon im Vorhinein mitgetheilten Maassen ersichtlich, so variabel ist, dass auf Grund dieses Merkmals die von M.-EDWARDS unter dem Namen rotundatus beschriebene und dargestellte Form unter gar keinen Umständen von H. pundulatus abgetrennt werden kann. Das einzige Exemplar von H. rotundatus, auf Grund dessen M.-EDWARDS die Art beschrieb und auf Fig. 1 seiner Tab. X auch abbil­dete, ist so, wie man aus der Zeichnung sieht, nur ein Steinkern. M.-EDWARDS sagt darüber im Texte : «c'est une femelle, et malheureuse­ment l'abdomen manque, ainsi que les doigts, qui sont brisés». Man kann daher auf die Sculptur des Stirn- und Vorderseitenrandes kein Gewicht legen, am allerwenigsten, wenn wir bedenken, dass die Bestachelung des Stirn- und des Vorderseitenrandes auch keinen constanten Charakter von pundulatus darstellt, da z. B. M.-EDWARDS auf seiner Tab. VIII solche Individuen von pundididus zeichnet, welche diesen Charakter nicht oder nur zum Theile besitzen. So sind in Fig. 1 die Stachel sowohl des Stirn ­als des Vorderseitenrandes kurz und stumpf, bei dem in Fig. 2 darge­stellten Exemplar dagegen ist der Stirnrand mit langen spitzen, der Vorderseitenrand dagegen mit kurzen stumpfen Stacheln geschmückt. Auch das beweist schliesslich nichts, dass sich an dem oberen Rande der Hand zwei Knotenreihen befinden, was MILNE-EDWARDS als Hauptcharakter für rotundatus hervorhebt, da sich bei meinem typischen pundulatus eben ­falls zwei Reihen Knoten ünden (Tab. VII, Fig. 1 a). Dieselben fallen be­sonders an solchen Orten auf, wo dieser Theil als Steinkern vorhanden ist. Als interessante Eigenthümlichkeit muss ich hier bemerken, dass bei meinem abgezeichneten Exemplar (Tab. VII, Fig. la) die Dornen des Vor­derseitenrandes sich in Gruppen zu zwei oder drei vereinigen, welche von einander durch wenige tiefe und breite Furchen getrennt werden, was an die lobusartigen Randzähne von Cancer erinnert. A. MILNE-EDWARDS beschreibt unter dem Namen //. ovális aus den Barcelonaer nummuiitenhältigen Schichten eine Form, welche, nach ihm, insoferne von pundulatus abweicht, als der Cephalothorax breiter ist und sich an dem äusseren Theil des Vorderarmes eine aus 3—4 deutlich sicht­baren Knoten bestehende Reihe findet, eine ebensolche auch am Anfange T< rau nzetrujzi Fiitetrk. XXI. köt.

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