Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)

1-2. szám

74 Di LÖRENTHEY. ist und sich von demselben wesentlich unterscheidet. Die Oberfläche ist glatt, soweit sich dies beurtheilen lässt. Die Scheere erinnert ausserordent­lich an die oligocaene Cal. simplex BITTN.* aus Siebenbürgen, nur ist sie um die Hälfte grösser. Der Index scheint zahnlos zu sein, wie bei simplex, der untere Rand ist mit einer scharfen Kante bedeckt, an deren Innenseite längliche Grübchen zur Aufnahme borstenartiger Haare vorhanden sind ; ob sich aber dieselben auch auf dem Index fortsetzen, kann an dem mangelhaften Exemplar nicht erkannt werden. Die innere Seite ist runder und flacher als bei simplex. Ich besitze aus dem Nummulitenkalk auch eine mangelhafte linke Handscheere, welche wahrscheinlich derselben Art angehört. Fundort: Der Nummuliten- und Orbitoidenkalk des Kis-Sväbhegy. 28. Calianassa nov. sp.? Ich sammelte aus dem Nummulitenkalk des Kis-Sväbhegy die linke Handscheere einer sehr schlanken, langgestreckten und so von den mir be­kannten abweichenden — wahrscheinlich neuen — Art. Beide Seiten sind schwach convex und die leistenartige Kante an dem Unterrand, wie es scheint, sägeartig geziert. Fundort: Ein einziges Exemplar aus dem Nummulitenkalk des Kis­Sväbhegy. 29. Calianassa cfr. Fraasi NÖTLING. (Tab. V. Fig. 4.) 1885. Calianassa Fraasi NÖTL. Ueber Crustaceen aus dem Tertiär Aegyptens. P. 492. Taf. IV. Fig. 4—6. Ich fand eine mangelhafte rechte Handscheere, welche am meisten an Cal. Fraasi NÖTL. erinnert, obwohl sie sich auch von dieser Art in vielem unterscheidet. Sie ist bedeutend grösser, als die von Fraasi , 23 mm lang, 20 mm hoch, während bei typischer Fraasi die entsprechenden Dimensio­nen nur 13, resp. 10 mm betragen. Ich konnte mein einziges Exemplar nicht aus dem Gestein befreien und deshalb weder die Form des Ober­randes, noch die Convexität der Scheere und Hand studiren. Der obere Rand endigt auch hier, so wie bei Fraasi, an der Gelenkfläche der Finger in einem durch einen Einschnitt begrenzten Stachel, wie auch an dem Oberrand zwei kleinere Dornen sichtbar sind. Der Unterrand ist breit und mit einer genug breiten Kante versehen, welche von dem unteren Rand * BITTNER. Decapoden des pannon. Tertiärs. P. 15. Tab. I. Fig. 5.

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