Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 21/1-4. (Budapest, 1898)
1-2. szám
65 D 5. LÖRENTHEY macrocheilus DESM . nicht mit vollkommener Bestimmtheit identificiren, ebensowenig wie jene Scheere, welche Dr. HOFMANN zwischen Lemény und Kis-Nyires aus dem zwischen dem Hójaer Nulliporen-haltigen Kalkmergel und dem Numm. Intermedia-Mergel liegenden Foraminiferen-reichen Kalkstein fand. Nachdem diese Art an allen aufgezählten Localitäten in grosser Menge vorkommt, beweist das ungarische Vorkommen auf das Schönste, dass der Horizont des Hauptvorkommens dieser Art, der obere Theil des Eocsens ist, während EISTORI bezüglich aller bisherigen Funde, welche aus den Nummulitenschicbten stammen, Zweifel hegt; so sagt er z. B. bezüglich des egyptischen Exemplars «probabilmente in terreni nummulitici (?).» In Italien lebte diese Art thatsächlich weiter; so citirt sie BITTNER aus der Gegend von Vicenza von mehreren oligocsenen Fundorten, und zwar von: Priabona, Longio, von Mte. Magre die Schio, von Marostica; EISTORI hält alle diese Fundorte für unter-miocsen und aus, in solchem Sinne, für unter-miocsen gehaltenen Schichten beschreibt er diese Art aus Sassello wo sie sehr häufig ist. 11 . Palaeocarpilius macrocheilus DESM. var. coronatus BITTN. 1822. Cancer macrocheilus DESM., BROGNIA^IT et DESMAREST. Histoire naturelle des crustacés fossiles. P. 91. p. VII. Fig. 1 et 2. 1865. Palaeocarpilius macrocheilus MILNE-EDWARDS. Monogr. d. crus. foss. d. 1. fam. Cancériens. P. 186. pl. 6. Fig. 1, 2. ' 1886.- Palaeocarpilius macrocheilus DESM. var. coronatus BITTN. Neue Brachyuren d. Eocäns von Verona. (Sitzb. d. k. Akad. d. Wiss. in Wien. Bd. XCIV. Abth. I. P. 44. Taf. 1. Fig. 1.) Der grösste Theil meiner Palaeocarpilien gehört zu dieser Varietät, welche an den, in Querreihen stehenden vier grossen flachen Hervorragungen, welche unmittelbar vor der Herzgegend in einem, sich gegen vorne zu wendenden convexen Halbkreis angeordnet sind sich erkennen lässt. Diese Hervorragungen sind bei jüngeren Exemplaren kleiner, bei entwickelteren dagegen stärker hervortretend. BITTNER beschreibt diese Varietät von Palaeocarpilius macrocheilus DESM. aus der Gegend von Verona, aus ähnlichalterigen Schichten (oberes Eocsen oder unteres Oligocsen). Meine Exemplare sind, ebenso wie die der vorhergehenden Art, sehr gut erhalten. Sie sind auffallend gross, denn ich habe bis 150 mm lange Exemplare. Bei den meisten ist auch der Abdomen und die Gliedmaassen erhalten. Ich kenne von hier mehr als 40 Exemplare, von denen zwei bestimmt als Weibchen, 7 dagegen als Männchen bestimmt werden konnten. Fundort: Eine der häufigsten Formen des Kis-Svábhegyer Nummulitenkalkes, welche in dem besten Erhaltungszustand vorzukommen pflegt.