Mocsáry Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 18/1-4. (Budapest, 1895)

1-2. szám

Subfamilia. Elapinae. 10. DIEMENIA MUELLEEI SCHLEG. Ëlaps Mülleri, SCHLEGEL «Verband. Nederland. overzeeeche bes.» Rept. p. 66, Taf. IX, Fig. 1 u. 2 und «Essai Physion. Serp.» II, 1837, p. 452, Taf. XVI, Fig. 16 u. 17. Pseudelaps Mülleri, DUMÉRIL et BIBRON «Erpétol. gén.» VII, 2, 1854, p. 1233. Dicmenia Mülleri, PETERS et DORIA «Ann. Mus. Gen.» XIII, 1878, p. 408. Diemenia muelleri, BOETTGER in «Semons Zool. Forsch, r.» Jena. Denkschr. VIII, 1894, p. 121. Diese schöne und seltene Schlange liegt in einem Exemplar vor aus der Küstengegend der Astrolabe-Bay. Der ursprünglichen Beschreibung von SCHLEGEL sehr gut entspre­chend. Postnasale in Berührung mit dem Prseoculare ; 2 Postocularia ; 7 Supralabialia, von denen das 3+4 an das Auge stossen ; Temporalia 1+2; beiderseits 4 Sublabialia in Berührung mit den Inframaxillaria. Schuppenformel: Squ. 15; G. 3; V. 157; A. Vi; Sc. 35 /35 + l. Maasse : Totallänge 528 mm., Schwanzlänge 72 mm., letztere in der Totallänge 7'33-mal enthalten. Färbung : Bei der ziemlichen Verschiedenheit des Farbenkleides der bisher bekannten Stücke, glaube ich mein Exemplar des näheren beschrei­ben zu müssen. Bücken hell zimmtbraun, gegen den Bauch zu heller ; auf der Bückenfirste verläuft vom Halse bis zur Schwanzspitze ein blei­grauer Längsstreifen in der Breite von IV2 —2 Schuppen. Kopf oben grün­lich-grau (im Leben wahrscheinlich grasgrün), fein dunkelbraun bespren­kelt. Auf dem hinteren Theil der Supraocularia und des Frontale befindet sich eine schwarze ankerförmige Zeichnung, deren Stiel auf der gemein­samen Naht der Parietalia lagert; zu dessen Seiten je ein ovaler schwarzer Flecken. Am Hinterkopfe liegt eine breite herzförmige Mackel, deren hin­teres Ende am Nacken mit dem breiten aufsteigenden Ast des schwarzen Postocularstreifens correspondiert ; hinter der Nackenmackel am Halse ist noch ein schwarzes Querband. Zu bemerken ist, dass der auf den Pileus zu liegen kommende Theil dieser Zeichnungen hell-weiss umrandet wird. Am hinteren Winkel des Postnasale beginnt ein schmaler, tief sammt­schwarzer Streifen, der hinter dem Auge an Breite zunehmend wagrecht bis zum Halsbande hinzieht und von unten durch einen weissen (im Le­ben möglicherweise hell rosafarbenen) ebenso breiten Streifen begleitet wird. Am äusseren Bande des Supraoculare stehen zwei kleine rundliche Mackeln, unter dem Auge eine J_-förmige schwarze Figur, deren vorderer Ast als supralabialer Saum bis auf das Bostrale hinzieht. Kinn, Kehle und Halsunterseite sind tief-schwarzgrau mit stahlblauem Schiller. Bauch hell gelbbraun (im Leben vielleicht hell-grün), ungefleckt. Am abgetrocknetem Exemplar sind alle Farben sehr glanzvoll und schillernd. Hervorzuheben wäre noch, dass sich der Postoculare schwarze und der ihn begleitende

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