Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)

1-2. szám

zu erkennen ist (Taf. L, Fig. 10.). Die Stiele hängen übrigens mit den centralen hinteren Enden der Embryonen zusammen; vielleicht ein Beweis dafür, dass die Stiele sich erst nach dem Heraustreten der Eier aus der Geschlechtsöffnung bildeten. Die Grösse der Eier beträgt 0­4 —0*5 je mehr sich jedoch die Embryonen entwickeln, umso mehr wachsen dieselben in Länge und Breite. Zur Vervollständigung dieser meiner Arbeit hätte es in grossem Maasse beigetragen, wenn ich die Beschreibung des ganzen Entwicklungs­ganges hier anschliessen könnte. Da ich jedoch an dem mir zur Verfügung stehenden Materiale, welches auch nicht entsprechend conservirt war, die gewünschten Untersuchungen nicht durchführen konnte, musste ich hie­von abstehen. Doch kann ich bemerken, dass ich Eier in frühen Stadien der Furchen, wie auch Embryonen in den verschiedensten Stufen zu Ge­sicht bekam. G) Lebensweise. Schon in der Einleitung sprach ich davon, dass Cypridicola para­sitica in die Gruppe der ectoparasitischen Eotatorien gehört. Ihr ständiger Wirt ist Cypris incongrue)lS Ramdh. ein kleiner Schalenkrebs; doch fand ich unter sämmtlichen meiner Exemplare nur an jenen den Parasiten vor, welche aus den etwas salitrigen Tümpeln der oberen Ziegelschläge bei Fetso'-Dabas in Comitat Pest-Pilis-Solt-Kiskun stammen. Der Parasit hängt zwischen den Schalen des Wirtes dem Körper, den Beinen oder den Borsten desselben an und zwar in seiner Jugend mittelst des Secretes der Kittdrüsen angeheftet, später, besonders zur Zeit der Eiablage mittelst des Bäderorganes angeklammert. Die Ortsverände­rung kommt wahrscheinlich mit den Strudeln des Bäderorganes zu statten, zumeist aber durch Herumkriechen am Körper des Wirtes, wobei vielleicht ebenfalls das auf die Bauchseite gezogene Bäderorgan mitwirkt und gewiss durch die Biegsamkeit der Cuticula, oder durch das Zusammenziehen des Körpers unterstützt wird. Es ist mir schwer geworden zu bestimmen, mit was sich die Art Cypridicola parasitica ernährt. Da sie als Ectoparasit einen wohl ent­wickelten Darm, besonders aber Kaumagen besitzt, könnte man auf den Schluss kommen, dass wir es mit einem Symbion zu thun haben, der sich die Nahrung selbst erwirbt. Doch der Umstand, dass im Magen, ebenso im Enddarm nicht die geringste Spur von Nahrungsresten zu finden ist, führt wieder darauf, dass unsere Art sich von dem Wirt ernährt und zwar war­scheinlicb durch das Saugen seiner Säfte, wozu der Parasit sein Bäder­organ benützen kann. Das Vorhandensein des Kaumagens zeugt durchaus nicht für die Ernährung auf andere Weise, denn auch bei wirklichen Para­5*

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