Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 16/1-4. (Budapest, 1893)

1-2. szám

wie bei den Arten der Familie Philodinidae, oder nur auf einen Teil des Körpers auf den Fuss, wie bei der Gattung Notommata und deren Ver­wandten. Es gibt aber auch Eotatorien, deren Körper überhaupt unsegmen­tirt erscheint ; hierher gehören die Familien Floscularidae, Melicertidae, Brachionidae etc. "Wenn wir Cypridicola parasitica nach dem äusseren Körperbau be­urtheilen, gehört sie in die letzte Gruppe, da ihr einfacher, schlauchartiger Körper vollkommen ungeteilt ist. (Taf. L, Fig. 2. 9.) Und weiters erinnert sie am meisten an die Gattungen Ascomorpha, Sacculus und Anuraea, da sie eben wie diese auch des Fusses entbehrt. Übrigens, abgesehen vom Fehlen des Fusses, gleicht Cypridicola parasitica sehr der Art Notommata lacimdala, da der schlauchförmige Körper am vorderen, besonders aber am hinteren Ende etwas zugespitzt ist, wodurch der Körper in der Mitte den grössten Durchmesser zeigt. Die Stirn neigt sich etwas zur Bauchseite und übergeht flach abgerundet in das Bäderorgan. Die Bückenseite ist stark gewölbt, da das auf der Bauchseite befindliche Ovarium den Darm an die Bückenseite drückt und mit dieser hervorwölbt (Taf. I., Figur 2. 9.). Die Bauchseite ist flach und nur durch den Druck des Ovariums schwach erhoben. Die Körperbedeckung ist eine dünne, biegsame Cuticula, überall glatt und gleich dick, nur in der Nähe der Geschlechtsönnung wird die­selbe ziemlich dicker und bildet einen starken cuticularen Bing (Taf. I., Fig. 2. 9.); hiedurch erinnert diese Art im Allgemeinen an die panzer­losen Eotatorien. Unter der Cuticula befindet sich eine ziemlich dicke, granulirte Matrix-Schichte, aus welcher feine Fäden entspringen und gegen das Ovarium ziehend dieses fixiren. (Taf. I. Fig. 2. 9.) B) Das Räderorgan. Der Umstand, dass ich meine Untersuchungen nur an Spiritus­exemplaren vollziehen konnte und überhaupt nicht in den Besitz lebenden Individuen kam, verschuldet es, dass in Betreff des Bäderorgans die Er­gebnisse nicht ganz zufriedenstellend sind ; denn die Eotatorien überhaupt ziehen ihre Bäderorgane ein so bald sie in die tödtende Flüssigkeit geraten, wodurch das Studium sodann sehr erschwert wird. So weit es mir jedoch an den zur Verfügung stehenden und in Spiritus conservirten Exemplaren gelang, trachtete ich auch betreff dieses Organs möglichst ins Beine zu kommen. Das Bäderorgan liegt zwar am Bande der Stirn, ist aber sehr gegen die Bauchseite gezogen. Dies erkennen wir daran, dass diese Art mit anderen in Spiritus getödteten Arten verglichen, zwar am vorderen Körperende in der Nähe der Stirn, aber dennoch auf der Bauchseite jene Falten zeigt, welche durch das Einziehen des Bäderorgans entstehen und

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