Schmidt Sándor szerk.: Természetrajzi Füzetek 13/1-4. (Budapest, 1890)

Tartalom

Was die Flächen der einzelnen Formen anbelangt, so ist der Würfel gewöhnlich gut ausgebildet, die bekannte Streifung seiner Flächen hinge­gen nicht auffallend. Die Flächen des Oktaeders sind parallel zu den Com­binationskanten mit den benachbarten Flächen von {211] also in drei Richtungen fein linirt. Das Dodekaeder [110] erscheint mit sehr schmalen und unvollkommen ausgebildeten Flächen; (332) habe ich als einen aus­serordentlich feinen Streifen ein einzigesmal gefunden, aber durch seine zonale Lage gut fixirt. Die Flächen von (221 ) kommen gewöhnlich genug breit vor und sind parallel der Zonenaxe von [221:3211 charakteristisch gestreift. Eine be­zeichnende Streifung kommt noch an den gut ausgebildeten Flächen von (211) vor, und zwar parallel zu [211 : 212], ferner sind diese Flächen noch parallel zu den Combinationskanten der anliegenden Oktaederfläche fein gestreift, so dass dadurch dieselben in zwei Richtungen gestreift sind. Diese erwähnten Streifungen sind daher im Einklänge mit der Sym­metrie der pentagonalen Hemiëdrie. Die sehr schmalen Flächen der Form (311) habe ich nur an einigen Krystallen gefunden, wogegen n {210] an einem jeden Krystalle zu treffen war, obgleich seine Flächen am häufigsten neben den Formen (221) und (211) in Hintergrund traten; übrigens waren die Flächen von n (210) die glattesten von sämmtlichen Flächen dieser Pyrit-Krystalle, da an ihnen gar keine Streuung beobachtet wurde. Die ziemlich häufige Form /T{321) mit ihren glatteren Flächen ist im allgemeinen untergeordnet; ÎT(421} habe ich als ausserordentlich feinen Streifen an zwei Krystallen gefunden. Besonders interessant ist für diese Krystalle das Auftreten der Form von TT (532), welche ich zwischen 37 Krystallen an 4 vorfand. Die Flächen dieser Form sind zwar schmal, aber glatt und gut messbar. Diese Form wurde von B. HELMHACKER * im Jahre 1870 an den Pyrit Krystallen von Waldenstein entdeckt und seit dieser Zeit, meines Wissens nach, sonst an keinen anderen Krystallen gefunden ; HELMHACKER fand dieselbe zwischen 202 Krystallen im Ganzen fünfmal, konnte aber die Axenschnitte nur aus der zonalen Lage bestimmen. An einem in maximaler Dimension 2*8 mm. grossen, ausgezeichnet glänzenden Krystall von oktaëdrischen Habitus, mit den (nach der abnehmen­den Grösse aufgezählten) Formen von (111}, (001}, (221), (211), 7r(210), - (321}, (HO), (311), Tz (421) habe ich mit einem FuESs'schen Beflexions­goniometer (Modell Nr. IIa) die nachstehenden Werthe erhalten, wobei unter n die Anzahl der gemessenen Kanten, unter Aid hingegen die Mittcl­Tscherm. Mm. Mitth. 1876, 13-24.

Next

/
Thumbnails
Contents