Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 8/1-4. (Budapest, 1884)
1. szám
ZUR ISOMORPHIC DES JORDANIT UND MENEGHINIT.* Von ALEXANDER SCHMIDT. Nach den Erfahrungen der chemischen Krystallographie müssen zwei Substanzen, welche (nach der gewöhnlichen Schreibweise) zusammengesetzt sind : 4 Pb S. Ás%S B (Jordanit) und 4 Pb S . Sbßs (Meneghinit) auch in krystallographischer Beziehung gewisse Analogien besitzen, d. h. isomorph sein. Dies konnte aber bis jetzt bei den genannten zwei Mineralien nicht zweifellos bewiesen werden. Zunächst standen dem die verschiedenen Symmetrieverhältnisse im Wege, da der Jordanit nach G. v. RATH rhombisch, der Meneghinit dagegen nach demselben Forscher monosymmetrisch krystallisirt. Ohne Zweifel könnte man dieses negative Resultat auch dem Umstände zuschreiben, dass, während der Jordanit in sehr guten Krystallen untersucht werden konnte, der Meneghinit nur in unvollkommenen Exemplaren zur Verfügung stand. Erst in allerneuester Zeit ist es dem Herrn Dr. JOSEF ALEXANDER KRENNER gelungen, auch den Meneghinit in guten Krystallen zum Gegenstand einer krystallographischen Untersuchung zu machen **, und dadurch zu beweisen, dass derselbe gleichfalls in rhombischen Krystallen erscheint. Nach diesem wichtigen Resultate entsteht gleichzeitig die bisher noch ungelöst gebliebene Frage der Isomorphic des Jordanit und Meneghinit, und Herr KRENNER hat sich auch mit diesem Punkte beschäftigt. Die Stellung, bei welcher der Meneghinit noch die meiste Uebereinstimmung in der Form mit dem Jordanit zeigt, ist nach ihm diejenige, wenn der Jordanit (nach G. vom RATH'S Angaben) gegen den Meneghinit (nach seiner Aufstellung) so gewendet wird, dass Fläche b Jordanit auf fr Meneghinit und « c « « & « fällt. Denn die Spaltungsflächen (b) sind dann gemeinsam, das Prisma rn •'• Siehe auch GROTIH'S Zeitschr. VIII. (>. p. 613. ** Földtani Közlöny 13, 2<>7.