Herman Ottó szerk.: Természetrajzi Füzetek 3/1-4. (Budapest, 1879)

1. szám

32 Pag. 6. Anophthalmias Budae. KENDEEESSY. Die vollständige lateinische Diag­nose siehe im ungarischen Texte. Die ausführliche deutsche Beschreibung lautet wie folgt : Die Art dem von mir schon im Jahre 1872 entdeckten Aophthalmus Merkiii Friv. an Gestalt und Grösse so ähnlich, dass sie mit freiem Auge kaum davon zu unterscheiden ist ; idessen gehört sie zu A. pilosellus Bielzii, da bei schiefer Betrachtung Stirn, Halsschild und Flügeldecken mit sehr feinen, aufrechtstehenden, zerstreuten, rothgelben, kurzen Härchen ziemlich dicht besetzt erscheinen. — Die gutentwickelten, abgerundeten Schulter­ecken stellen die Art neben den A. Merkiii Friv. Glänzend, rostgelb, mit etwas lichter gefärbten Beinen. Kopf ziemlich dreieckig, etwas schmäler als das Halsschild, mit abgerundeten Seiten- und mit tiefen Längsfurchen auf der Stirne ; Stirn mit zerstreuten, aufrechtste­henden kurzen Härchen, Rudimente der Augen nicht so gut bemerkbar wie bei dem A. Merkiii ; Fühler die Hälfte der Körperlänge kaum etwas über­ragend. Halsschild herzförmig, breiter als lang , mit schmalgeränderten Seiten, Vorderecken abgerundet, vor der Mitte am breitesten, nach hinten allmälig verengt, vor den Hinterecken etwas ausgebuchtet, Hinterecken spitzig, seitwärts hervorragend, Oberseite wenig gewölbt, kaum sichtbar zerstreut punktirt, die Punkte mit sehr feinen, aufrechtstehenden, rostgel­ben, kurzen Härchen, in der Mitte mit einer ziemlich tiefen, über den Basaleindruck durchlaufenden Längsfurche, am Hinterrande quer einge­drückt, in den Hinterecken mit ziemlich tiefen Grübchen. Flügeldecken länglich-eiförmig, nach vorne und rückwärts gleichmässig verengt, mit schwach gerundeten, bei den abgerundeten Schulterecken breiter abgesetz­ten Seitenrändern, am Grunde mit ziemlich tiefen Längseindrücken, — Spitze der Flügeldecken abgerundet und mit je einem zarten Fältchen ver­sehen ; diese Fältchen sind aber nicht so stark entwickelt wie bei dem A. Merkiii, bei welch letzterem in Folge der stark entwickelten Fältchen die Flügeldecken, von oben gesehen, an der Spitze fast gerade abgestutzt erscheinen. — Oberseite der Flügeldecken punktirt-gestreift und es sind sogar die den .Seitenrändern zunächststehenden punktirten Streifen gut wahrnehmbar, die der Naht zunächststehenden drei punktirten Streifen stark vertieft und reichen fast bis zur Spitze der Flügeldecken, der vierte, fünfte, sechste und siebente Streifen allmälig schwächer vertieft, die Punkt­reilien aber bleiben deutlich wahrnehmbar, die sechste und siebente Punkt­reihe gegen die Spitze verschwindend ; der zweite Streifen bildet an der Spitze eine gegen den vierten Streifen gerichtete Biegung, die Punkte des fünften Streifens gehen bis zu dem aufgebogenen Aste des Fältcliens. Zwischen­räume der Streifen kaum sichtbar zerstreut-punktirt, in den Punkten mit aufrechtstehenden, theilweise gereiht erscheinenden, sehr feinen, kurzen

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