Századok – 1994

Közlemények - Varga J. János: Ismeretlen adalékok az 1716. évi péterváradi ütközethez III–IV/634

642 VARGA J. JÁNOS laucht der Prinz Eugenius (welche sich seiter 2. Uhr der Morgens in dem äusersten Eck und Baterie des ersten Retrenchements vis à vis der grosen feindlichen Baterie und den Hoch-Gericht bey Sig<5befunden) haben unter beständiger feindlichen Canonade die formir- und anmarchirung der Trouppen angesehen, Sich auch, So­bald nur das Prinz Alexandrische Corpo anruckte nebst Ihre Excellenz Herrn Ge­neral Feld-Marschall Graff von Heister zu Pferd satzten und mit exponirung dero hohen Person im grösten Feuer bey der Infanterie geblieben und selbige wieder in Ordnung gebracht. Nachdeme aber der Käyserliche Rechte Flüger Cavallerie sich ein wenig formiret hatte, begaben Sich höchstgedacht Ihro Hoch Fürstliche Durch­laucht dahin, cotoyirten den in die Flucht gebrachten Feind und chargirten Solchen ebenfalls von denen von Selbigen besezten höhen und Bergen Lit:Z. dergestalten, dass darauf die völlige Flucht der Türcken, welche sich noch in ihrer Wagenburg zuhalten vermeinten, erfolgte, und eine grose Anzahl Türcken von der Käyserlichen Cavallerie alleinig in ihren eigenen Lager, wodurch sie die Flucht in der grösten confusion nahmen, massacriret wurden. Selbige hinterliesen das völlige Lager, ge­zelt, Stuck, Mörser, Munition, Proviant und einen grosen theil Bagage, welches alles und iedes, Sonderlich eine grose Anzahl Büffel und Camél zur Beuts gemacht wur­de. Es ware noch nicht 12. Uhr Mittags, So hatte unsere Armée das ganze Lager sambt den auf dem Berg gelegenen Türckischen Haubt-Quartier allwo bey des Gros-Veziers Gezelt, Herr General Feld Marschall Lieutenant Graff von Breuner sambt noch andern von dem Palfischen Scharmützel her, gantz frisch zerhauter, mit Eisen am Hals und Fusen gelegen, erobert. Die Türckische Reuterey hatt wenig getroffen, massen sie die erste durchgangen, dahingegen die im Stich gebliebene Janitscharen desto mehrers erlitten und wird der völlige Türckische Verlust auf 30 000 Mann gehalten. Der Gros-Vezier, als er die Flucht Seiner Armée gewahr worden, hatt sich in das gröste Feuer begeben, welcher dann nebst den Janitscharen Aga und Mehemet Bassa sambt noch vielen andern Bassen und Officiren tod geblieben. An Stucken hatt man bekommen zwischen gros und Kleinen 172 Stück, An Fahnen 156. ohne diejenigen so verlohren oder verrissen worden, desgleichen 5. Ross-Schweiff und 2. paar Paucken. Immittelst und Kurtz zusagen, ist es ein vollkommene Victori gewe­sen, womit bey diesem So Schwehren Angriff der Feindlichen Superiorität und ihres Vortheilhafften Lagers, die Teutsche Standhafftig- und Tapferkeit, Sich um So meh­rers Sehen lassen, als deren gesangenen Aussage nach, ihre Armée ohne Tartarn, welche ins Land ausgelauffen und nicht einmahl, darbey waren bis 200 000 Mann Starck28 gewesen Seyn Solle. Unsere Reuterey, welche nicht ebenen platz hatte sich zuformiren, Sondern nur Regimenter, ja auch Compagnie und Trouppen weiss dort und da ansetzen müssen, hatt sich darbey ein gros Ehr und Ruhm erworben, und alles gethan was immer von einer Reuterey verlanget werden mag. In dieser Schlacht aber waren von Käyserlichen Generals-Personen: Die Herren General Feld Mars­chall Lieutenants von der Lancken und Graff Wallenstein, dann der Herr General Wachtmeister von Guelen, wie auch die Herren Obriste Graff Rovero von Alt-Dau­nischen Regiment, Graff Erps29 von Jung-Daunischen, Goldacker von Geschwind, Forstner \on Alt-Würthemberg und Streithorst von Prinz Friedrich von Würthemberg Regimenter. Dann der General Adjoutant Graff Johann Baptista Paljy30 und der General Quartiermeister Chretion de Bouchon tod geblieben. Der Herr General Feld

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