Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

SZÁZADOK, 1934. I X. 31 auf dem offiziellen Standpunkt der katholischen Kirche. Er war seiner Zeit als Journalist aufmerksamer Beobachter des kirchenpoli­tischen Kampfes von 1890—1894 und gibt eine recht geschickte kurze Zusammenfassung nicht nur der Ereignisse dieser Jahre, sondern auch der Vorgeschichte des Streites. Er vermag jedoch nicht in die Tiefen des Problems einzudringen und festzustellen, welchen Anteil die geistigen Strömungen, die politischen, sozialen und wirtschaft­lichen Kräfte der Jahre 1840—1890 an der Zuspitzung der kirchen­politischen Gegensätze gehabt haben. — Fekete, Ludwig über: Fest­schrift, Georg Jacob zum 70. Geburtstag gewidmet. (S. 253.) — Es ist J.'s Verdienst, dass die deutsche Turkologie im Laufe der letzten 30 Jahre grössere Fortschritte zu verzeichnen hatte als während des ganzen vorigen Jahrhunderts. Für Ungarn ist seine Tätigkeit deshalb von grosser Bedeutung, weil im Mittelpunkt seiner Forschungen — da die in Europa erhaltenen, leicht zugänglichen Quellen sich grössten­teils auf Ungarn beziehen — das ungarische Landesgebiet und seine Geschichte steht. — Kardos, Tibor über Schüller, Hermann: Die Reden des Christian Schesäus im Lichte der humanistischen und reformatori­schen Rhetorik. (S. 362.) — Die vorzügliche Studie hat auch einige Mängel, die sieh grösstenteils aus der Zielsetzung ergeben : auch die gründlichsten formellen Untersuchungen erwecken bei einer Ausschaltung der inhaltlichen Probleme den Schein der Oberfläch­lichkeit. Zu bemängeln ist ferner, dass Sch. den ungarischen Huma­nismus gänzlich unberücksichtigt lässt, wo doch der Humanist Schesäus unbedingt Anteil an der ungarischen humanistischen Bewegung nahm.—Döry, Franz über Petrichevich, Georg : Der mili­tärische Maria Tlieresien-Orden in der richtigen öffentlich-rechtlichen und historischen Beleuchtung, — Reiner, Johann : Der militärische Maria Theresien-Orden — und — Polner, Edmund : Der öffentlich­rechtliche Charakter des Maria Theresien-Ordens. (Ung.) (S. 366.) — Oberst G. P. versucht den Beweis zu führen, dass Maria Theresia den Orden in ihrer Eigenschaft als ungarische Königin als ungarischen Orden gegründet hat und dass infolgedessen die Mitgliedschaft gegenwärt ig vom Reichsverweser Ungarns verliehen werden kann. Seine Beweis­führung ist jedoch nicht stichhaltig ; die historischen Tatsachen wielersprechen seiner Theorie. Seine Arbeit blieb auch nicht unbe­antwortet : elie Studien der Professoren J. R. und E. P. weisen überzeugend darauf hin, dass der Orden kein ungarischer, sondern ein österreichischer Orden ist. — Varga, Zoltán über Nagy, Alexander : Das reformierte Kollegium von Debrecen. Bd. 1. (Ung.) (S. 374.) — Die Arbeit will ein synthetisch zusammenfassendes Bild der Geschichte der alten Hochschule entwerfen, — dem vorliegenden 1. Bande gelang es jedoch nicht, dieses Ziel zu erreichen. N. widmet seine Auf­merksamkeit in erster Reihe den Äußerlichkeiten der Geschichte der Schule : ihrer Organisation, den Pflichten der Würdenträger der Jugend, dem alltäglichen Leben der Schule, zu. In die Tiefen des geistigen Lebens der Schule vermag er jedoch nicht einzudringen.— Ungár, Ladislaus über Robert, André : L'idée nationale autrichienne et les guerres de Napoléon. (S. 381.) — Trotz seiner zahlreichen Mängel — wie z. B. die Einschmelzung von umfangreichen Auszügen teil­weise gänzlich veralteter Werke in den auch sonst uneinheitlichen und unproportionierten Aufbau der Darstellung — enthält das auf einem imponierenden literarischen Apparat fussende Werk manche interessante Ergebnisse. — Genthon, Stephan über Huizinga, J.: Hol­ländische Kultur des 17. Jahrhunderts. (S. 479.) — Die Kultur des kleinen Hollands hatte im 17. Jahrhundert einen ausgesprochen

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