Századok – 1935
Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128
.SZÁZADOK, 1034. T X. 17 Franz Joseîs Jugend. Von DAVID ANGYAL. Franz Josef hat beinahe alle seine hervorragenden Charakterzüge von seiner Mutter geerbt, — deshalb müssen seine Biographien mit einer Schilderung des Lebens und des Charakters der Erzherzogin Sophie beginnen. Die Autoren, die sich mit dem Leben Franz Josefs befassen, behaupten eindeutig, dass die Erzherzogin während ihrer in München verbrachten Mädchenjahre unter den Einfluss des Görres'schen romantischen Katholizismus gelangte. Dies ist jedoch falsch, •— die Traditionen des väterlichen Hauses haben im Gegenteil ihre Seele dem politischen und religiösen Liberalismus zugänglich gemacht. In den 40-er Jahren wurde jedoch ihr Katholizismus eifriger und im Jahre 1848 schloss sie sich leidenschaftlich derjenigen Partei an, die sich für den erbarmungslosen Absolutismus einsetzte. Auf die Erziehung Franz Josefs hat sie sehr viel Sorgfalt verwendet. Die Schuljahre des jungen Erzherzogs waren uns bis jetzt hauptsächlich in der Beleuchtung Helferts bekannt. Jetzt sind wir in der Lage, das Bild, das Helfert entwarf, auf Grund der in der Wiener Nationalbibliothek aufbewahrten Schulhefte des Erzherzogs zu ergänzen. Diese zeigen, dass Franz Josef ein sehr aufmerksamer und gewissenhafter Schüler war, der allen Wissenszweigen gegenüber Empfänglichkeit zeigte, aber in der Lösung der Schulaufgaben nicht immer originell war. Auch Rauschers oft erwähnter Einfluss ist auf Grund dieser Schulhefte nachweisbar. Die Lieblingsmaterie des jungen Erzherzogs waren die Kriegswissenschaften, — das Eindringen in diese hat ihm seine bedeutende Fertigkeit im Zeichnen erleichtert. Daneben zeichnete er sich hauptsächlich durch ein schnelles Lernen fremder Sprachen aus. Unter der Führung des Domherrn Paul Kiss von Nemeskér hat er auch ungarisch gelernt. Derselbe unterrichtete ihn auch im Lateinischen und Griechischen und hat dabei die lateinischen Sprachübungen dazu benutzt, um seinen Zögling in die ungarische Geschichte und Geographie einzuführen. Er Hess ihn auch Széchenyis „Politische Program m fragmente" lesen. Vor 1848 hat Franz Josef Ungarn fünfmal besucht. Als sein Auftreten und seine gute ungarische Aussprache bei den Ständen des Komitats Fest eine grosse Begeisterung hervorriefen, betrachtete der junge Erzherzog diesen ungarischen Temperamentsausbruch mit Kälte. Als er jedoch bei der Eröffnung des letzten* ständischen Landtages den grossen Eindruck sah, den die ungarischen Worte Ferdinands mach -teil, erwärmte sich auch sein Herz für die loyale ungarische Nation. Das Verhältnis der Zágráber und der Yárader Chronik zueinander. Von EMMEBICH SZENTPÉTERY. Für die Untersuchung der Zusammenhänge der erzählenden Quellen der mittelalterlichen ungarischen Geschichte sind unter 2