Századok – 1935

Szemle - Hajdu János: Megjegyzések Imre Sándor bírálatára 128

1 AUSZUG AUS DER ZEITSCHRIFT DER ESTRATTO DELLA RIVISTA DELLA SOS UNGARISCHEN HISTORISCHEN GE« CIETA DI STORIA UNGHEKESE : SELLSCHAFT : EXTRACTS FROM THE PROCEEDINGS EXTRAIT DE LA REVUE DE LA SOCIÉTÉ OF THE HUNGARIAN HISTORICAL HISTORIQUE HONGROISE: SOCIETY: S Z A Z A D О К BAND Lxviii. 1934. HEFT I —Ю.VOLUME LXVIII. 1934. FASCICOLOI -IO TOMF. LXVIII. 1934. LIVRAISON 1—10. VOLUME LXVIII. 1934. NOS I —10 Das erste Kapitel der ungarischen Städtegeschichte. Von AMBRUS PLEIDELL. Die meisten Grundfragen der ungarischen Städtegeschichte, so auch das Problem des Ursprungs, sind noch grösstenteils ungelöst. Gustav Wenzel, Josef Szalay und Valentin Hóman befassten sich in erster Reihe mit Recht und Organisation der altungarischen Städte. Neuerdings untersuchte Konrad Schüne­mann das Problem der Entstehung der ungarischen Städte in seiner „Die Entstehung des Städtewesens in Südost-Europa" betitelten Studie. Da er jedoch seine Folgerungen nicht aus dem historischen Material ableitete, sondern vielmehr eine im voraus aufgestellte These zu beweisen suchte, sind seine Ergebnisse nicht befriedigend. Schünemann reiht die ungarischen Städte unter diejenigen ein, die man — besonders seit Rietschel — „gegründete Städte" zu bezeichnen pflegt und die in Schlesien, Böhmen, Mähren und Polen als Produkte der Expansion der deutschen Kultur nach­weisbar sind. Im grossen ganzen stimmt diese Schlussfolgerung Schünemanns mit dem bisherigen Standpunkt der ungarischen Geschichtswissenschaft überein. Die Vertreter dieses Standpunktes gründen jedoch ihre Ansicht überwiegend auf die Verhältnisse der letzten anderthalb Jahrhunderte des ungarischen Mittel­alters, in denen die Bevölkerung der ungarischen Städte grössten­teils aus Fremden bestand. Es ist jedoch nicht zulässig, aus den Zuständen des 15. Jahrhunderts auf die Anfänge, auf die Keime des ungarischen Städtewesens zu folgern. Vor der Zeit König Béla's IV. (1235—1270) gab es in Ungarn keine bewusste Städtepolitik, keine Städtegründungen. Das Privileg der Stadt Nagyszombat (Tyrnau) aus dem Jahre 1238 ist das erste Stadt­privileg, auf das bald eine lange Reihe anderer stadtgründender Privilegien folgte. In den Jahren 1240—1269 erhielten Bars, Zágráb, Szepesolaszi, Zólyom, Pest'Körmend, Korpona, Bereg­szász, Nyitra, Szina, Vágújhely, Dobronya, Bátaszék, Beszterce­bánya, Füzitő, Komárom und Késmárk von Béla IV. ähnliche 1

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