Gindele, Robert: Die Entwicklung der kaiserzeitlichen Siedlungen im Barbaricum im nordwestlichen Gebiet Rumäniens (Satu Mare, 2010)

4. Die Chronologie der Siedlungen

auch im Horizont 2411, und wird auf die Phase B2-Cla datiert, mit Schwerpunkt auf Phase B2. Im Kontext des Sporns ist die scheibengedrehte Keramik vorwiegend, sehr viele Schüsseln sind gestempelt und die der Przeworsk- Kultur charakteristische Keramik erscheint nur in geringer Anzahl. Ein anderer Sporn dieses Typs stammt von Zalău- Bd. Mihai Viteazu, ohne Kontext, eine ähnliche Situation haben wir im Fall des Sporns (Abb. 63. 9)von Medieşu Aurit- Şuculeu412. Eine bronzene Kniefibel (Abb. 63. 10) mit dem Spiral in einer Kasette befestigt, stammt aus der Wohnung 1752 von Csengersima-Petea413. Solche Fibel wurde auch im Erdecastrum von Iza entdeckt, datiert auf die Periode der Markomannenkriege414. In Dacia, sind ähnliche Fibel zwischen dem siebten Jahrzehnt des II. Jh. und die erste Jahrzehnte des III. Jahrhunderts415. Eine andere Entdeckung von Csengersima- Petea, die zu diesem Horizont geknüpft werden kann, ist ein goldener Filigrananhänger (Abb. 63. 11), aus dem Komplex 294. Istvanovits. Aufgrund der Analogien vom Nordeuropa ist dieses Objekt auf die chronologische Phase B2- CI416 datiert. Der Kontext der Fibel und des Anhängers von Csengersima- Petea reflektiert sehr klar das Eindringen der Przeworsk- Kultur in den Somesch- Tal zur Zeit der Markomannenkriege. Phase Cla. In der Phase Cla wurde aufgrund einer eisernen Fibel mit umgeschlagenem Fuss, Typ Almgren VI. 162 die Siedlung von Hereclean- Dâmbul Iazului417datiert (Abb. 64. 7). Analogien ergeben sich vom Friedhof von Chmielów Piaskowy in den Gräbern 3 şi 18 N418, datiert auf Phase Cla. Diese chronologische Eingliederung ist mit der Datierung der Gürtelzunge JV nach Raddatz419 identisch. Die Kontexte dieser Objekte reflektieren das Eindranghorizont der Przeworsk- Kultur. Der Sporn aus dem Kontext 169 der Siedlung von Csengersima- Petea ist sehr verrostet (Abb. 64. 5), wir können ihn aber beschreiben als einen mit kurzen Ärmeln, mit profiliertem Dorn, anfangs sehr wahrschein­lich mit einem Haken versehen, definiert in der Gruppe Godlowski VI420. Ein ähnlicher Sporn wurde cca. 30 km weit von Csengersima-Petea, in Bratovo421.entdeckt. Diese wurde ebenfalls in die Gruppe VI God­­lowski422eingegliedert. Dieser Sporntyp erscheint im Horizont 2a der Kriegergräber der Przeworsk- Kultur, die auf das Ende des II. Jh. datiert wurde423. Der Kontext in dem dieses Objekt erschien unterscheidet sich in seiner Charakteristika vom Eindranghorizont der Przeworsk- Kultur, er kann nach diese eingegliedert werden, für die Entwicklungsphase 2b der Siedlung. Die sarmatische Bügelfibel ist im mitteleuropäischen Barbaricum weit verbreitet und erscheint in grosser Anzahl in der chronologischen Phase Cla und seltener in der Phase Clb424. In Dacia, erscheinen diese Fibel in den nördlichen und westlichen Burgen in der Nähe des Limes, und wurden in der Zeitspanne nach der Markomannenkriege enteckt. Ihre Verwendung schließt nach der ersten Hälfte des Ill.Jh. ab425. 411 Godlowski 1970, Pl. XXII. 15. 412 Matei - Stanciu 2000, 525, PL 344, 1-2, 5. 413 Gindele - Istvánovits 2009, 461, Taff. 203,2. 414 Rajtár 1992, Abb. 15,2. 415 Cociş 2004,95. 416 Istvánovits 2004,224, Abb.4.1. 417 Stanciu - Matei 2004, 761, 774, Pl. VI.24. 418 Godlowski - Wichman 1998, 55, Pl. IV,3; Pl. XXI, 2. 419 Raddatz 1957,103, Abb.2. 420 Godlowski 1970, 9, Abb.2.h. 421 Kotigorosko 1988,10, Abb.2.26. 422 Kobaly 1998,121. 423 Godlowski 1992b, 49. 424 Maczynska 1998, 314. 425 Cociş 2004,135. 132

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