Gindele, Robert: Die Entwicklung der kaiserzeitlichen Siedlungen im Barbaricum im nordwestlichen Gebiet Rumäniens (Satu Mare, 2010)

3. Die Mikrozone Ecedea Sumpf

tauchen auch lokale Formen auf, wie die sehr großen, kegelförmigen Schüsseln mit verdickten Rändern die den Krausengefäßen3“ und den kleineren Schüsseln mit geraden Rändern, die durch einen kleinen Einschnitt in Inneren366 367 akzentuiert sind, ähneln. Im Intravillan der Stadt Zalău sind römerzeitliche Siedlungen von Zalău- Str. Horea Bloc T159368, Zalău- Str. Kossuth369, Zalău- Str. Republicii nr. 21- 23370 bekannt. Die Chronologie der Siedlungen kann in der heuti­gen Etappe der Forschungen nicht festgestellt sein; wir wissen nur, dass in diesen Siedlungen die scheinbenge­­drehte und gestempelte Keramik überwiegend sind. Eine andere Siedlungskonzentration kann man in der mit Porolissum verwandten Zone beobachten. Es wurden römerzeitliche Siedlungen in Mirşid- bei Luncă/Fântâna albă371, Mirşid- Innenörtlich372 und Popeni- Racova373 entdeckt. Das archäologische Material, was in dieser kleinen Siedlungen gefunden wurde, besteht aus: handgeformter, mit alveolierten Gürteln verzierter Keramik, gestempelter Keramik oder mit einem kleinen Rad verzierter Keramik, von römischer Machart. Die Siedlungen von Badon - La nove und - Doaşte haben einen anderen Charakter als die, die sich in der Nähe des Limes befanden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die täglichen Beziehungen mit der Provinz, die sich in großer Anzahl der Importen und in der Verwendung von römischen Baumaterial in den Siedlungen aus dem Bereich der Stadt Zalău widerspiegelt, mit der Steigerung von Distanz nicht mehr bemerkt werden kann. In Badon- Doaşte374, auf dem Gebiet der Siedlungen, wurde eine kleine (oder teilweise von Feldarbeiten zerstörte) Nekropole und 4 Gräber erforscht. Die Gräber wurden mit denen von Zalău - Farkasomb und mit den Siedlungen von Hereclean - Dâmbul Iazului şi Panic - Uroikert375 korreliert. Es ist sehr wahrschein­lich, dass Siedlung von Badon- La Nove zum Horizont, wo die handgeformte Grobkeramik überwiegend ist, zugefügt werden kann. Unter den Formen erwähnen wir eine doppelkonische Schüssel und feine schwarze Keramik mit tiefen Schüsseln mit Winkelwand und die doppelkonische Schüssel. Es ist sehr schwierig zu bestimmen, ob die Siedlung von Badon - Doaşte aus früheren oder aus späteren Zeiten als diejenige der Nekropole oder der Siedlung von Badon- La Pietriş stammt. Die gestempelte Keramik kam in einem großen Anteil von 32% der gesamten scheibengedrehten Keramik vor. Die Verzierungsmotiven und die Zusammensetzung haben Analogien mit der Keramik von Porolissum dar. Die handgemachte Kera­mik erscheint in einem geringen Anteil. Die Grobkeramik ist mit plastischen Motiven (alveolierte Gürtel, Knöpfe) verziert, von denen kann die dakische Schale mit oder ohne Henkel erwähnt werden. In der Kategorie der feinen, schwarzen, handgeformten Keramik, gibt es ein einziges Fragment von einer Schüssel mit zylindrischem, langem Hals, mit einem scharfen Winkel am Maximaldurchmesser. Das zur Dat­ierung verwendete Element kann eine sarmatische Fibel sein, aber wir können nicht sicher wissen, ob die mit der Siedlung oder mit dem Grabhorizont verbunden ist. Eine andere Situation als die aus dem Zaläului Tal konnte man an der Route der abbiegenden Fahrstraße der Stadt Zalău beobachten, wo man drei archäologische Fundorte geforscht hat Zalău- Valea Mâţei- Şcoala 366 Matei - Stanciu 2000, pl. 328.1-2. 367 Matei - Stanciu 2000, pl. 327, 3; pl. 328.3, 5 368 Matei 1980,231-232, pl. XI-XII; Pop 1997, Nr. 39/II, 475; Matei - Stanciu 2000, 102, Nr. 153 (288). 369 Pop 1997, nr. 39/1, 465; Matei - Stanciu 2000, 102, Nr. 153 (289). 370 Pop 1997, nr. 39/IV, 465; Matei - Stanciu 2000, 106, Nr. 153 (294). 371 Matei 1980, 234- 235, pl. XX-XXII; Pop 1997, Nr. 25, 472; Matei - Stanciu 2000, 67, Nr. 92 (165). 372 Matei - Stanciu 2000, 67, Nr. 92 (166). 373 Matei - Stanciu 2000, 73, Nr. 108 (200). 374 Matei - Stanciu 2000, 28- 30, Nr. 9 (13, 14). 375 Stanciu - Matei 2005, 594. 126

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