Gindele, Robert: Die Entwicklung der kaiserzeitlichen Siedlungen im Barbaricum im nordwestlichen Gebiet Rumäniens (Satu Mare, 2010)

3. Die Mikrozone Ecedea Sumpf

untersuchten Teile der Siedlungen sich aus der Sicht der Chronologie synchronisieren. In den beiden Siedlungen fehlte die gestempelte und grobe Keramik. Bei Panic erscheint die scheibenge­drehte Keramik in geringer Anzahl und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie einen provinziellen Charakter haben (Schüsselfragmente, Krüglein aus feiner, ziegelroter Keramik; bei Hereclean findet man fast die gleiche Situation, aber es gibt auch einen Fragment aus grober Keramik und ein Fragment von scheibengedrehtem, massivem Krug. Wenn wir einen Vergleich zwischen der Keramik aus diesen Siedlungen und der Entwicklungsphase 2b (diese ist vielleicht die am nächste aus chronologischer Sicht) der Siedlung von Zalău- bd. Mihai Viteazu 104- 106, können wir sowohl zahlreichliche Gemeinsamkeiten, wie große Unterschiede feststellen. Bedeutende Unterschiede können bezüglich auf die scheibengedrehte Keramik festgestellt werden. In der Entwicklungs­phase 2b von Zalău- bd. Mihai Viteazu sind gestempelte graufarbige Krüge (Abb.l. 1, 2, 8) und grobe Töpfe (Abb.l. 13,14, 21-23) anwesend. Diese sind keine Merkmale der Siedlungen von Hereclean und Panic, wo die meisten Keramikfunde auf der Töpferscheibe gefertigt waren, es kamen die Farben ziegelrot oder kaffeebraun vor (Abb. 1. 24, 26, 29, 30, 34, 35). Die Krausengefäße mit massiven, nach außen gezogenen Rändern sind in allen drei Siedlungen anwesend (Abb.l. 16, 17, 19, 32, 37). Wenn wir die handgemachte Keramik analysieren, können wir mehrere Unterschiede bezüglich der Er­scheinungsfrequenz einiger Formen als bei der Produktionstechnologie bemerken. In allen drei Siedlungen kam die handgeformte, feine, schwarze Keramik vor, ein Merkmal der Przeworsk-Kultur (Abb.2. 1-3, 22-23, 34- 35, 49-52). Diese sind Schüsseln die mit Wandung im Winkel oder doppelkonische Gefäße. Die handge­formte Grobkeramik ist durch Töpfe mit gewölbtem Körper (Abb.2. 11, 18, 25, 59, 61, 64) oder mit akzentui­erter Schulter (Abb. 2. 9, 26, 63) vertreten. Ebenso, kamen doppelkonische Gefäße (Abb.2. 13, 17, 28, 43, 56) und verschiedene Schaletypen (Abb.2. 14, 15, 30, 44, 45) oder tiefe Schüsseln (Abb.2. 29, 54, 55) vor. Die Or­namentikbesteht aus: plastischen Ornamenten (alveolierte Gürtel -Abb. 2.7,20, Einstichverzierungen(Abb.2. 4, 5), Knöpfen (Abb. 2. 8, 36, 39, 62) Alveolen (auf den an der Wandung -Abb. 2. 6, 24, 57, am Rand Abb.2. 31,47), mit der Nagel gemachten Alveolen (Abb.2. 54, 58) oder Ornamente die mit der Kammstrich realisiert sind (Abb. 2.64). Nach dem Vergleich zwischen den Siedlungen von Panic- Uroikert, Hereclean - Dâmbul Iazului und Zalău - Bd. Mihai Viteazu 104-106, Phase 2b können wir eine relative Einheit bezüglich der von handgemachten Keramik, aber auch wichtige Unterschiede bei der scheibengedrehten Keramik feststellen. In Betracht gezo­gen, dass die drei Befunde sich nach aneinander grenzend befinden, können wir ihre Gleichzeitigkeit auss­chließen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass das Wohnen auf dem Gebiet der Siedlung von Zalău- Bd. Mihai Viteazu 104-106 wurde in der Zeit des Durchdringen der Angehörigen der Przeworsk-Kultur, ungefähr in der Zeit der Markomannenkriege unterbrochen. Nach den Markomannenkriegen, in der Evolutionsphase 2b, wurde dieses Bereich wieder bewohnt, und das Prozess der Romanisierung der Sachkultur auf dem Gebiet der Keramik wieder aufgenommen. Wir werden sehen wie sich die anderen Forschungen aus dieser Mikrozone in diesem Schema einrahmen lassen. Die Entdeckungen in der Siedlung von Zalău - Valea Mâţii/Tăneiul lui Winkler357 haben im Vergle­ich zu den anderen „Kontaktzonen” ein besonderes Merkmal. Die gestempelte Keramik fehlt, es erschei­nen Schüsselformen, die in den anderen Siedlungen nicht vorkamen, die Krausengefäßfragmente sind mit Wellenbändern verziert, es erschien die im Netz eingeglättete Verzierung. Es erscheint ein seltenes Fragment, 357 Die Entdeckungen wurden im Studium: Matei - Stanciu 2000, 104, Nr. 153 (291), pl. 316- 318, 319, 11 veröffentlicht. 124

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