Astaloş, Ciprian (szerk.): Satu Mare. Studii şi comunicări. Seria arheologie 28/1. (2012)

Márta L. Nagy: Neue Beiträge zu spätbronzezeitlichen Gefäßdeponierungssitten im Oberen Theißgebiet

und Bogenriefe. Sekundär gebranntes, deformiertes Gefäß. Rand-Dm.: 25 cm, H.: 45 cm, Basis-Dm.: 13, 2 cm (Taf. 8/A1). Befund 3612 (Taf. 8/B) Runder Flecken westlich-sudwestlich des Befundes 3614, dabei konnte schon beim maschinel­len Humusabtrag eine größere Menge Scherben gesammelt werden. Im nördlichen Teil kamen schon auf dem Niveau des Schnittes Bruchstücke von zwei großen Gefäßen zutage An der südlichen Wand lag je 1 Tierknochen. Graubraune Füllung mit gelben Partikeln, unregelmäßige, ovale, 42 cm tiefe Grube mit einem Durchmesser von 222 x 200 cm, und einem sich nach unten verengendem Boden. Beschreibung der Funde: 1. Braunes, graufleckiges, innen dunkelgraues Gefäß mit ausbiegendem Rand, sehr kurzem Hals und einförmigem Körper. Der Gefäßboden ist flach, unverziert. Rand-Dm.: 70 cm, H.: 71 cm, Basis- Dm.: 26 cm (Taf. 8/B1). 2. Dunkelgraues, innen braunes Gefäß mit kegelstrumpfförmigem Hals, dop­pelkonischem Körper, flachem Boden. Sein Rand ist abgebrochen. Der Hals ist waagerecht, der Bauch senkrecht kanneliert. Der Gefaßbauch ist mit vier, hervorragenden, waagerecht gefurchten Buckeln ge­gliedert. Unterhalb des Randes befinden sich zwei gegenständige Bandhenkel. Hals-Dm.: 39 cm, H.: 51 cm, Basis-Dm.: 16 cm (Taf. 8/B2). II. Gefäßtypen innerhalb der Depots. Analogien. 1. Typ: Gefäß mit ausbiegendem Rand, kegelstumpfförmigem Hals, doppelkonischem Körper, des­sen Bauch mit Riefe(n) verziert ist. Der Gefäßbauch ist mit einem nach oben oder nach unten gerichteten Buckel-Paar gegliedert. Es handelt sich um den häufigsten Gefäßtyp der Phase RBD-HA1 im östlichen Teil des Karpatenbeckens und in Südosteuropa.5. Zu diesem Typ gehören die Gefäße 1 (Taf. 3/1), 6 und 7 (Taf. 4/6-7), Befund 793; das Gefäß des Befundes 573 (Taf. 1/B1), Fundplatz 24/M3. Das 1. Gefäß des Befundes 1194 (Taf. 5/1), Fundplatz 24/M3 lässt sich auch in diesen Typus einordnen. Bei diesen Gefä­ßen sind die hervorragenden Buckel rundum gefurcht. 2. Typ: Gefäß mit ausbiegendem Rand, ungewölbtem, kegelstumpfförmigem Hals, gedrücktem kugelförmigem Körper. Der Gefäßbauch ist mit schräger, der Hals mit gewölbter Riefe verziert. Sie kamen in großer Anzahl in der Region Südliche Tiefebene vor und zeigen gewisse Analogie zur Keramikpro­duktion Banat HAI6. Zu diesem Typ gehören: das 2. Gefäß des Befundes 2625 (Taf. 7/A1), und das 1. Gefäß aus dem Befund 2943 (Taf. 7, Bl), Fundort: Mega Park. 3. Typ: Gefäß mit ausbiegendem Rand, kegelstrumpfförmigem Hals, gedrücktem kugelförmigem Bauch. Der Gefäßbauch ist mit senkrechter Riefe verziert, die Schulter und der untere Teil des Bauches sind mit Buckeln gegliedert. Im Unterschied zur Gäva-Kultur gehörende Variante ist der Gefäßhals im stumpferen Winkel gewölbt, er ist beinahe zylindrisch. Es handelt sich um den repräsentativsten Typ der Vor-Gáva-Zeit in Alföld (in der ungarischen Tiefebene)7. Zu diesem Typ gehört das 2. Gefäß des Befun­des 793 (Taf. 3, 2), Fundort M3 24. 4. Typ: Gefäß mit ausbiegendem Rand, doppelkonischem Körper, mit rippenförmiger Gliederung an der Schulter. Der Gefäßbauch ist mit einem nach oben gerichteten Buckel-Paar verziert. Dieser Typ umfasst: das 8. Gefäß des Befundes 793(Taf. 3,8), Fundplatz24IM3, das 2. Gefäß des Befundes 1194 (Taf. 5/2), Fundort M3 24; das 1. Gefäß des Befundes 2625(Taf. 7, Al), und - mit wenigen förmlichen Unter­schieden - das Gefäß des Befundes 2518(Taf. 6/B1), Fundort: Mega Park, bzw. das 2. Gefäß des Fundor­tes 2943 (Taf. 7/B2). Diese Gefäße sind nur mit Buckeln verziert. Eine Ähnlichkeit zwischen diesem Typ und dem 5. bildet der hervorragende Buckel. Ähnlich geformte, fast unverzierte Exemplare stammen aus den Befunden von Lăpuş8. 5. Typ Gefäß mit ausbiegendem Rand, kegelstumpfförmigem (in einem Fall beinahe zylindri­schem) Hals, doppelkonischem Körper. Der Gefäßbauch ist senkrecht gefurcht und mit vier hervorragenden, Neue Beiträge zu spätbronzezeitlichen Gefäßdeponierungssitten im Oberen Theißgebiet 5 V. Szabó 2002,10., 27 kép 2-4. 6 Gumă 1993, Pl. IX/4., 10; 1995, Pl. XVII/3.; Szabó 2002, 10. 7 V. Szabó 2002, 9. 8 Kacsó 2011, Taf. 6/IIA. 259

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