Marta, Liviu (szerk.): Satu Mare. Studii şi comunicări. Seria arheologie 26/1. (2010)

Kitti Köhler: Anthropologische Untersuchung der Knochenreste dreier Grabgruppen aus Zagyvapálfalva

Anthropologische Untersuchung der Knochenreste dreier Grabgruppen aus Zagyvapálfalva Kitti Köhler Einführung In unserer Studie werden die anthropologischen Ergebnisse der Untersuchung der, in den großen Gräbern freigelegten kalzinierten menschlichen Knochenresten dargestellt. Die Information, die man durch die anthropologische Untersuchung der Skelettbestattungen gewinnen kann ist wesentlich zusammengesetzter, als die der Brandbestattungen. Deshalb ist es besonders erforderlich, dass bei der Sortierung und Analyse möglichst alle einzelne Kennzeichnen der Kalzinaten dokumentiert werden, die zur Beurteilung der Funde weitere Daten liefern können. Anhand der Qualität der Knochen-im Grunde genommen nach jenen Kriterien, die bei der Untersuchung der Skelette der Körperbestattungen verwendet werden­kann das Geschlecht und Sterbealter der einzelnen Personen bestimmt werden.1 Von grundlegender Bedeutung ist die anatomische Sortierung der Knochenreste, nach der-im Optimalfall-festgestellt werden kann, ob sie zu einer oder zu mehreren Personen gehören, also ob es sich von einfachen oder mehrfachen Bestattungen handelt.2 Im weiteren wurden die Mengen der Knochen, sowie Farbe, Fraktur, Risse und Fragmentierungsgrad bestimmt. Aus diesen Daten möchte hier auf die Qualität und auf die Art, die Temperatur und Dauer der Verbrennung gefolgert werden, sowie auf die Lage des Körpers auf dem Scheiterhaufen bzw. auf der Art des Aufsammelns der Knochen.3 Beschreibung der Funde Grabgruppe 1. Bf. 18: Maturus Mann (?) (40-59 Jahre) + Infant I. (2-3 Jahre) Der Fund besteht aus mehr als 4000 Stück grauweißen, an manchen Stellen grauen Knochenfragmente. Unter den hypermikro-, mikro- und mesofragmentierten Knochenresten findet man sowohl Schädel-, als auch postkraniale Knochen. Das Gesamtgewicht beträgt 1511,2 Gramm. Während der anatomischen Sortierung wurden zwei Individuen ausgesondert. Die Mehrheit der kalzinierten Knochen gehört zu einem erwachsenen Mann (40-59 Jahren). Unter den Schädelknochen wurden Nähte, Teil des Os occipitale, Bruchstück des Jochbeines, Teil der Maxilla und mehrere Zähne identifiziert. Fast alle postkraniale Knochen sind im Fund repräsentiert. Das Geschlecht wurde anhand der Dicke der Corticalis, der Größe der Capitulum mandibulae, der Gegliedertheit des Jochbeines und der Ausdrücklichkeit der Linea aspera bestimmt. Das Sterbealter wurde anhand der Verknöcherung der Schädelnähte festgestellt. Während der Sortierung der Knochen des Erwachsenen wurden Schädel- bzw. postkraniale Knochen eines Kindes gefunden. Unter den Knochen konnten die folgenden Fragmente identifiziert werden: Teile der Mandibula und der Maxilla, mehrere Zähne, Rippen bzw. Wirbelknochen, Kopf des Schenkelbeines und Epiphysen mehrerer Langknochen. Das Alter des Kindes (2-3 Jahren) wurde anhand des Entwicklungstandes der Zähne bestimmt. Bf. 19: ? Der Fund besteht aus 50-100 Stück hypermikro- und mikrofragmentierten, grauweißen und weißen Knochen, das Gesamtgewicht beträgt 2,2 Gramm. Unter den Knochen wurden ein Bruchstück des Schädels, bzw. zwei Rippenbruchstücke ausgesondert. Wegen der Fragmentierung konnte weder das Geschlecht noch das Alter bestimmt werden. Bf. 20: Infantil. (10-14 Jahre) Der Fund besteht aus 4000-4500 Stück hypermikro-, mikro- und mesofragmentierten, grauweißen, an manchen Stellen gelbbraunen oder braunen, kaum 1 Schour-Massler 1941, Nemeskéri-Harsányi-Acsádi 1960, Johnston 1961, Éry-Kralovánszky-Nemeskéri 1963. ‘ Nemeskéri-Harsányi 1968. 3 Gejvall 1963, Ubelaker 1989, Ubelaker 2008. Satu Mare - Studii şi Comunicări, nr. XXVI / I, 2010

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