G. Fekete szerk.: Studia Botanica Hungarica 10. 1975 (Budapest, 1975)

Vajda, László; Orbán, Sándor: Vorarbeiten zur Moosflora des Semenic-Gebirges

Höhe auf nur 2-300 m ü. d. M. In der Hohen Tatra ist das Moos etwas häufiger, in den übrigen Teilen der Karpaten dagegen sehr selten. Aus den Ost- und Süd­karpaten besitzen wir nur einige wenige Daten: Negoi (2000 m. ) - LOITLES­BERGER - Hep. Alp. Tranns. exs. No. 184; Izeru (2200 m. ) - LOITLESBER­GER - Hep. Alp. Tranns. exs. No. 115; Lala-See, Radnaer Alpen - STEFU­REAC 1963; Negoi, Slatioara - PAPP 1967. Da in den Karpaten dieser der tiefst gelegener Fundort ist, können wir als Erklärung hinzufügen, dass das Moos am Standorte auf dem Nordhang der engen und tiefen Schlucht wahr­scheinlich genug Feuchtigkeit geniesst und das Mikroklima genug kühl ist um hier als Relikt ausdauern zu können. Cololeieunea rossettiana (MÁSSAL. ) SCHIFFNER Unweit von Carasova, in der Prolaz-Schlucht auf einem Metzgeria conjugata Rasen fand sich dieses kleinste Moos. Interessanterweise besitzen wir nur einige, sehr wenige Daten über diese Art. Der nächste Standort liegt im Tscherna-Tal bei Herkulesbad (BOROS-VAJDA-DEBRECZY 1969). Weitere Daten aus den Südkarpaten: Lotru-Tal (STEFUREAC-POPESCU-LUNGU 1956); Königstein (Piatra Craiului)und Schuller (Cristianul Mare) BOROS-VAJDA 1967. Fissidens crassipes WILSON Lebt an wasserüberspülten Felsen im Bette des Minis-Baches zwischen Anina und Bozovici. Neu für die Südkarpaten. Aus Siebenbürgen war die Art bis jetzt nur aus dem Lápos-Gebirge bekannt (BOROS 1943). Der nächste Fundort war die Insel Ada-Kaléh in der unteren Donau (ÇTEFUREAC 1968), der aber infolge des Baus der Kraftwerkes am Eisener Tor völlig vom Wasser überflutet wor­den ist. Interessant ist, dass 40-50 km weit vom untersuchten Gebiet, bei Her­kulesbad und Umgebung, das Moos noch nicht zum Vorschein kam und doch ist sein Vorkommen an dieser Stelle höchst wahrscheinlich. Es ist zu bemerken, dass das Moos mit Fissidens rufulus in gemeinsamen Rasen lebt, wo doch F. rufulus bisher eher auf saurer Unterlage gefunden worden ist, F. crassipes dagegen im Mittelgebirge mesitens auf Kalkstein seine Fundorte hat. Es ist anzunehmen, dass das Moos an weiteren kalkigen Fundorten der Südkarpaten noch gefunden wird. Die Moose waren im Zeitpunkt des Sammeins fruchtend. Fissidens rufulus BR . EUR . Lebt mit der vorigen Art gemeinsam an überfluteten Steinen im Bette des Mi­nis-Baches. Dieser Fundort ist der Dritte in Rumänien. An seinem nächsten Fundort an Bachfelsen im Tscherna-Tale bei Herkulesbad wurde es nicht lange her entdeckt in den Jahren 1966-68 (BOROS-VAJDA-DEBRECZY 1969). Es ist noch bekannt in Siebenbürgen aus dem Viso-Tal (Valea Viseului) in den Mara­maroscher-Alpen (BOROS-VAJDA 1967). Bemerkenswert ist, dass das Moos bis jetzt nicht gemeinsam mit F. crassipes vorgekommen ist und im Zeitpunkt des Sammeins fruchtend war.

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