J. Újhelyi szerk.: Fragmenta Botanica 6. 1968. (Budapest, 1968)
Dr. Csapody, Vera: Die Ziergehölze Ungarns
Tom. VI. 1968 Fate. 1-4 Die Ziergehölze Ungarns Von V. Ciopody lotoaidM Abteilung d*i Ungarischen Noturwit*entchoftlicH*n Muivvm, ludoptil Die Flora eines Gebietes ist nie als endgültig bzw. für längere Zeit ale abgeschlossen zu betrachten. Neue Arten erscheinen, alte verschwinden. Wir denken hier weder an die Entstehung noch an die gründliche Erforschung der einzelnen Arten, sondern nur an die spontane und planmässige Arbeit des Menschen, die Kultur. Je grösser Volksverkehr und Warenaustausch sind, je bewusster die Einheit der Menschen und die Tatsache ihres Angewiesenseins aufeinander werden, um so reicher gestaltet sich die Flora (Unkräuter) sowie die Zucht der Nutz- und Zierpflanzen. Wie verhält es sich nun mit den Ergebnissen der bewusster. , also der Zierarbeit im Bereich der Gehölze? Wir sind überzeugt, dass die seit Jahrzehnten, ohne besonderen Schutz im Freien überwinternden Bäume und Sträucher mit Recht als Mitglieder der Bandesflora angesehen werden dürfen, haben sie sich doch - erstarkt inmitten von Stürmen und Dürreperioden, von Überschwemmungen und Insekteninvasionen - gleichsam das Heimatsrecht erkämpft. In Ungarn gibt es etwa 300 Parkanlagen und Arboreten, die es als Ergebnis früherer zielbewusster Pflanzungs- und Ansiedlungsarbeiten, im Hinblick auf ihr wertvolles Gehölzmaterial wohl verdienen, der Aufsicht des Naturschutzamtes unterstellt zu werden. Einen grossen Teil der Baumgärten haben wir persönlich aufgesucht, was die übrigen betrifft, bemühten wir uns, nach eingehendem Studium der einschlägigen Berichte und Darstellungen, die Antwort auf zwei Fragen zu ermitteln nämlich woher sie in der Mehrzahl stammen (l) und welche Kulturvergangenheit, sie besitzen (2).