Günter Dinhobl (Hrsg.): Sonderband 7. Eisenbahn/Kultur – Railway/Culture (2004)

II. Die Wahrnehmungen von Raum / The perceptions of space - Gerhard Strohmeier: Eisenbahn und Raumwahrnehmung

Eisenbahn und Raumwahmehmung [T]he observation-car platform at the very end of the train became the only place in which people could ride outdoors and have a nearly 360-degree view. [...] [T]he Lionel Company emphasized the observation platform of its finest trains.25 Klagen darüber, dass zu wenige Züge mit Aussichtsplattformen ausgestattet wären, unterstreichen die Popularität des ungerahmten panoramatischen Blicks, der eine Wahrnehmung ermöglichte, die überdies noch gewisse synästhetische Wahmehmungsmomente mit sich brachte - etwa Fahrtwind, Gerüche, Temperatur, etc. Die Eisenbahn ermöglichte neben der Aussicht, dem „Theater der Blicke“, wie Wolfgang Kos es bezeichnete, auch tatsächliche, materielle Bildproduktion. Neben den Aussichtsplattformen gab es auch den so genannten Fotografen-Wagon („Photograph Car“), der von der Eisenbahngesellschaft Union Pacific speziell zum Zweck der Herstellung von Stereo-Fotografien von Landschaften eingerichtet worden war.2'’ Abbildung 3: Fotografen-Wagon. Aus: Tim N. Gidal, Chronisten des Lebens, Die moderne Fotoreportage. 25 Ebenda, S. 257. 2I' Aus: G i d a 1, Tim N : Chronisten des Lebens. Die moderne Fotoreportage. Berlin 1993, S. 18. 189

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