Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)
Die Heimkehr
Die Heimkehr gleicher Anzahl erwiderte. Beim Passieren von „Maria Louise“ wurden mit der dortigen Bemannung Hurrah-Rufe2515 gewechselt, auf mehreren anderen Forts wurden Pöllerschüsse zu Ehren der k. und k. Escadre gelöst. Beim Passieren des äusseren Hafens begrüssten die daselbst vertäuten Schiffe die k. und k. Escadre mit Hurrah-Rufen, bei der Boje No. 22 gab das Flaggenschiff den Geschützsalut für die auf S.M.S. „Pelikan“ gehisste Commandoflagge Seiner Excellenz des Herrn Marine-Commandanten ab. Auf der Halbinsel Pietro waren k. und k. Truppen des Heeres und der Kriegs-Marine aufgestellt, bei welchen die hier zum Empfange der k. und k. Schiffe anwesenden k. und k. Generale und das Officiers-Corps in Parade bzw. grosser Dienstesuniform Aufstellung genommen hatte. Die k. und k. Schiffe wurden beim Passieren der Halbinsel mit der von beiden Musiken intonierten Volkshymne begrüsst, das ausgerückte Infanterie-Bataillon senkte die Fahne. Die Bemannungen der drei einlaufenden Schiffe brachten beim Passieren 3 Hurrah-Rufe aus und wurde auch im inneren Hafen von den anwesenden Schiffen mit Hurrah-Rufen begrüsst. Um 9 Uhr a. m. gieng das Flaggenschiff an die Boje.2516 Der Empfang im Centralhafen, welcher schon bisher ein überwätigend herzlicher und ergreifender war, wurde durch die im Laufe des Vor- und Nachmittags der k. und k. Escadre erwiesenen Ehren zu einem glanzvollen Fest.2517 Im „Triester Tagblatt“ heißt es dazu Heute um 9 Uhr Früh lief die ostasiatische Escadre unter dem Commando des Contreadmirals Grafen Montecuccoli bestehend aus S.M.S. „Kaiserin und Königin Elisabeth“ [sic!], „Zenta“ und „Leopard“ hier ein. Beim Passiren des Flaggenschiffes „Kaiserin und Königin Elisabeth“ begrüßten die Forts die einfahrende Escadre mit 21 Salutschüssen.2518 Zur Begrüßung hatten sich auf der im Hafen befindlichen Insel S. Pietro sämmtliche Truppen der Garnison in Parade unter dem Commando des Linienschiffs-Capitäns Chiari2519, sowie Corpscommandant FZM Ritter von Succovaty2520, Hafenadmiral Freiherr von Minutillo2521, Divisionär FML v. Chavanne,2522 Brigadecommandant GM v. Conrad2523, der Contre-Admiral v. Brosch2524, die L.S.C. v. 5 lm Dienstreglement für die k. k. Kriegs-Marine heißt es unter § 91. Z. 1 100: „Ausser den im Punkte 1 105 vorgesehenen Fällen ist es gestattet, dass sich die k.k. Kriegsschiffe beim Begegnen nach langer Trennung, beim definitiven Scheiden vor Abgehen nach entfernten Stationen, oder nach siegreich bestandenem Gefecht mit drei von den Wanten zu gebenden Hurrahrufen gegenseitig begrüssen. Im Uebrigen sind den Bemannungen der S.M. Kriegsschiffe Begrüssungsrufe in allen Gelegenheiten verboten.“ [Dienst-Reglement für die k.k. Kriegs-Marine, Dritter Theil, § 91. Z. 1 110, p. 489], 2516 S.M.S. „Kaiserin Elisabeth“ ging an die Boje No. 11, siehe KA, MS/OK 1901-IV-5/19, No. 2 440, fol. 88r, Reisebericht S.M. Escadre in Ostasien, Res. No. 916/M, Cursskizze, Pola, 1.10.1901. 2517 KA, MS/OK 1901-V-5/21, No. 920/M, fol. 160v-161r, Ex-ECiO an RKM/MS, Res. No. 920/M, Pola, 1.10.1901. 2518 Im „Giomaletto di Pola“ heißt es dazu: „Mancano alcuni minuti alle 9 quando il forte Musil saluta pel primo la squadra con 21 coipo di cannone.“ [Giomaletto di Pola, Nr. 449 vom 2.10.1901, S. 1], 2519 LSK Arthur Chiari - Matrosen-Corps-Commandant. 2520 FZM Eduard Ritter Succovaty von Vezza, Inhaber des IR Nr. 87, Corps-Commandant/3. Corps- Commando, Graz. 2521 VA Franz Freiherr von Minutillo. 2522 FML Rudolf Edler von Chavanne - Kommandant der 28. Infanterie-Truppen-Division, Laibach. 2523 GM Franz Conrad von Hötzendorf- Kommandant der 55. Infanterie-Brigade, Triest. 2524 KA Gustav Ritter von Brosch - 1901 Kommandant der Übungs-Escadre. 639