Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)

Die Heimkehr

Die Heimkehr Tianjin kehrte KA Montecuccoli mit seiner Begleitung am 7. Juli wieder auf das Flaggenschiff zurück. Bei allen Vorbereitungen wurde doch auch der Gefallenen des Jahres 1900 gedacht und auf besonderen Befehl KA Montecuccolis wurden am 8. Juli im Gedenken an FK Eduard Thomann von Montalmar in Beijing und an Bord S.M.S. „Zenta“ Gottesdienste abgehalten.2435 Schließlich wurden am 10. Juli die k. u. k. Flaggen auf den Forts I und II in Shanhaiguan eingeholt und das Detachement (insgesamt 29 Mann) rückte unter SK 2. CI. Arbesser von Rastburg nach Beijing ab2436, von wo LSF Roland Masjon, LSF Emerich Graf Thun und die Seekadetten von Ehrenwerth, Petri und Ewald Ritter von Becker einrückten. Als Ablösung für die letztgenannten waren schon am 9. Juli LSF Zipperer von Arbach und die Seekadetten Conte Veith und Potocnik nach Beijing abgerückt. LSF Steinacker, der bis 11. Juli den Tender kommandiert hatte2437, wurde ebenfalls zum Landungsdetachement bestimmt. Am 13. Juli 1901 um 8.00 Uhr morgens ging die Escadre in See. KA Montecuccoli nützte den Tag und auch einen Teil der ersten Nachtwache für taktische Manöver, „da es sich zum ersten Mal ereignete, dass alle 4 Schiffe der k. u. k. Escadre in Ostasien in einem Manöverkörper vereinigt waren.“2438 Am folgenden Tag ankerte die Escadre in Carré-Formation „auf Kanonenschuss“ vor Yantai/Zhifü, wo während des geplanten zweiwöchigen Aufenthaltes letzte Überschiffungen und Wartungsarbeiten an den heimkehrenden Schiffe erfolgen sollten.2439 Die Stabs- und Mannschaftswechsel wurden durchgeführt, die Schiffe für die lange Seereise kontrolliert. Bei S.M.S. „Kaiserin Elisabeth“ und „Zenta“ 2435 Auf dem Gesandtschafterrain wurde „vor dem Grabe des Gefallenen eine Feldmesse bei ausgerücktem Detachement“ gelesen, an Bord wurde „aus diesem Anlasse eine Seelenmesse [...] abgehalten, der ich [d. h. KA Montecuccoli] mit den Commandanten und dienstfreien Stäben, sowie Mannschaftsabtheilungen sämmtlicher Schiffe anwohnte.“ [Ebenda, fol. 129', ECiO an RKM/MS, Res.Nr. 760/M, Vorfallenheitsbericht für die Zeit vom 1.7. bis 15.7.1901 (Taku-Rhede, 16.7.1901)]. 2436 LSF Georg Demeter (S.M.S. „Kaiserin und Königin Maria Theresia“) und SK 2. CI. Jellacic de Bu7im (S.M.S. „Kaiserin und Königin Maria Theresia“) schifften sich an Bord ihrer Schiffe ein. 2437 Das Kommando wurde an LSF Lotsch übergeben. Das anläßlich der Kommando-Übergabe angefertigte Protokoll erliegt in: KA, Schiffsakten „Maria Theresia“, 1901/III. KK Georg Ritter von Kirchmayr an ECiO [blaue Nr. 1214], Taku-Rhede, 11.7.1901. Demnach bestand zu diesem Zeitpunkt die Bemannung aus 12 Mann - I Linienschiffsfahrich, 1 Bootsmannsmaat, 2 Matrosen 1. CL, 1 Matrose 3. CL, 2 Steuermatrosen, 1 Maschinenmaat, 2 Maschinengasten und 2 Heizer 1. CI. Der Tender befand sich nach diesem Protokoll an sich in einem guten Zustand, doch bedurfte er dringend des Unterwasseranstriches. 2438 KA, MS/OK 1901-V-5/17, No. 2 121, fol. 130v-13Ir, ECiO an RKM/MS, Res.Nr. 760/M. Vorfallenheitsbericht für die Zeit vom 1.7. bis 15. 7.1901 (Taku-Rhede, 16.7.1901 ). 2439 KA, MS/OK 1901 -V-5/17, No. 2 121, fol. 133r, ECiO an RKM/MS, Res.Nr. 811/M. Vorfallenheitsbericht für die Zeit vom 16.7. bis 28.7.1901 (In See, 28.7.1901). 625

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