Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)

Die Tätigkeit der K. U. K. Escadre für Ost Asien 1901

übernehmen sollen, der am 8. Mai in Nagasaki erwartet worden war.2166 Damit LSK Mauler von Elisenau planmäßig die Heimreise antreten konnte, übernahm KK August Graf Lanjus interimistisch das Kommando.2167 Am 10. Mai übernahm LSK Wilhelm Freiherr von Eiseisberg das Gesamt-Detail auf S.M.S. „Zenta“ von LSK Kottowitz, und am folgenden Tag übernahm LSK Wilhelm Weber, der am Vortag angekommen war, das Kommando auf S.M.S. „Kaiserin Elisabeth“. In den nächsten Tagen wurden die angeordneten Stabs- und Mannschaftswechsel der Schiffe der Escadre mit S.M.S. „Donau“ durchgeführt, wobei die mit Erlass Abth. 1/M.S. Nr. 829 vom 27. Jänner l.J. namhaft gemachten Stabsangehörigen und 215 Mannschaftspersonen auf „Donau“ überschifft und von diesem Schiffe im Sinne des gleichnamigen Erlasses ersetzt wurden. Ueberdies liess ich zufolge einer diesbezüglich vorgebrachten Bitte einen Dienstestausch zwischen den Marine-Commissariats-Adjuncten 2. Classe Julius Sighartner2168 und Anton Müller2169 platzgreifen.2170 Die Mannschaftswechsel mit S.M.S: „Leopard“ und S.M.S. „Donau“ machten häufige Übungen sämtlicher Rollen auf den Schiffen der Escadre notwendig. Am 15. Mai wurde der erkrankte Stabschef der Escadre, FK2171 Friedrich Schwickert ausgeschifft und ebenso wie der erkrankte Kommandant von S.M.S. „Zenta“, FK Carl Skala, in die Heimat instradiert. Das Kommando auf S.M.S. „Zenta“ übernahm LSL Wilhelm Freiherr von Eiseisberg, der von 16. Mai bis 3. Juli als Gesamt-Detailoffizier und provisorischer Kommandant fungierte;2172 den Dienst als Stabschef der Escadre übernahm LSL Carl Kailer.2173 Die Tätigkeit der k. u. k. Escadre für Ostasien 1901 2166 LSK Wilhelm Weber traf mit dem französischen Messageries-Dampfer „Tanai's“ von Yantai/Zhifü kommend am 10. Mai in Nagasaki ein. Der Dampfer hatte nach einer Maschinenhavarie die Geschwindigkeit auf 3 sm herabsetzen müssen und war daher zwei Tage verspätet (Ebenda, fol. 100, ECiO an RKM/MS, Res. No. 487/M, Nagasaki, 16.5.1901). 2167 Noch am selben Tag schifften sich LSK Mauler von Elisenau (bis dahin Kommandant von S.M.S. „Kaiserin Elisabeth“) und KK Cosulich de Pecine (GDO S.M.S. „Kaiserin und Königin Maria Theresia“) aus und sollten mit dem am 11. Mai abgehenden Messagerie-Dampfer die Heimreise an. KK Cosulich reiste planmäßig ab, LSK Mauler konnte „angeblich seine dienstlichen und privaten Angelegenheiten bis zur Abfahrt des Dampfers nicht beenden [...]“ und einen Dampfer des Norddeutschen Lloyd nahm. (Ebenda, fol. 99v, ECiO an RKM/MS, Res. No. 487/M, Nagasaki, 16.5.1901). 2168 Bis dahin auf S.M.S. ,Zenta“. 2169 Bis dahin auf S.M.S. „Donau“. 2170 KA, MS/OK 1901-V-5/13, No. 1 416, fol. 100v, ECiO an RKM/MS, Res. No. 487/M, Nagasaki, 16.5.1901. 2171 Schwickert war 1.5.1901 zum Fregattenkapitän befördert worden. 2172 KA, Qualifikations-Grundbuchsheft 1122: Wilhelm Freiherr von Eiselsberg. 2173 KA, MS/OK 1901 -V-5/13, No. 1 416, fol. 101', ECiO an RKM/MS, Res. No. 487/M, Nagasaki, 16.5.1901. 553

Next

/
Thumbnails
Contents