Georg Lehner, Monika Lehner (Hrsg.): Sonderband 6. Österreich-Ungarn und der „Boxeraufstand” in China (2002)

Die „Friedensverhandlungen“ zwischen China und den Mächten - Verlauf, Abschluss und Unmittelbare Folgen

die Mohammedaner ihn zu tragen pflegen. Die Chinesen, die sich ehemals beim Durchzuge des Kaisers in ihre Häuser zurückziehen mussten, durften diesmal den ,Sohn des Himmels1 anschauen, was jedoch Schwierigkeiten hatte, weil auf den beiden Seiten der Straße ein dichtes Spalier chinesischer Soldaten aufgestellt war. Diese fielen alle beim Vorbeizuge Seiner Majestät auf die Knie und verbeugten das Haupt bis zum Boden. Neun Tragsessel und viele Mandarinen zu Pferde und Hofdienerschaft, ebenfalls zu Pferde, bildeten den Zug. [...] Hoffen wir, dass diese scheinbar friedlichen Gesinnungen nicht wieder ein Theaterspiel sind! Soldaten (chinesische) gibt es hier in Massen, und manche meinen, man könne sich auf einen neuen Ueberfall gefasst machen. Andere sagen, es sei dies unwahrscheinlich, ja sogar unmöglich. Was soll man glauben? Sich vertrauensvoll in die Arme Gottes empfehlen, ist wohl das Beste.2031 Die „Friedensverhandlungen“ zwischen China und den Mächten ... 2031 JKÖ 1902/11, S. 12-14. 519

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